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Die Presseschau umfaßt die auf unsere Schule bezogenen Artikel der letzten Monate. Die Originale sowie ältere Artikel werden von Herrn Lucht aufbewahrt und können dort eingesehen werden.

08.12. und 10.12.2011 - Fußball: Nikolausturnier
05.12.2011 - Bezirksentscheid des Vorlesewettbewerbs
28.11.2011 - Ausschüttung der Klinge-Stiftung
23.11.2011 - Computerkurs für Senioren
18.11.2011 - Aktionen des Jugendparlamentes
17.11.2011 - Neuer stellvertretender Schulleiter
03.11.2011 - Jugendparlament und Sanierung des Gymnasiums
02.11.2011 - Reiner Kröhnert in der Aula
09.10.2011 - Klasse 8a erfolgreich beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen
07.10.2011 - Frühstücksmaschine bei TV total
01.10.2011 - Sprachtalent Vina
27.09.2011 - Tag der Chemie
22.09.2011 - JuPa auf Fotosafari
20.09.2011 - Die Frühstücksmaschine zu Stefan Raab
03.09.2011 - Bericht von der Ideenexpo
25.08.2011 - Die Süddeutsche zur Ideenexpo
12.07.2011 - Offener Brief zur Schulsanierung
07.07.2011 - Bundeswettbewerb Fremdsprachen Klasse 8a Latein



© Pyrmonter Nachrichten, 08.12.11

Fußballer des Gymnasiums sind heiß auf dritten Titel
In der Sporthalle Südstraße wird heute ab 9 Uhr das "Nikolausturnier" für D-Jugend-Mannschaften ausgerichtet

Bad Pyrmont (gol). Im vergangenen Jahr scheiterte das junge Team des gastgebenden Humboldt-Gymnasiums beim selbst ausgerichteten "Nikolausturnier" für Schulmannschaften der D-Jugend im Halbfinale an der bärenstarken Marienschule aus Hildesheim. Abschließend belegte das Team den dritten Rang. In diesem Jahr sei man aber bei fast unveränderter Mannschaft optimistisch, den dritten Titel in vier Jahren einfahren zu können, so Schulmannschaftscoach und Veranstalter Thorven Lucht.
Dieses Ziel haben sich aber mit großer Wahrscheinlichkeit auch die anderen Schulen gesetzt, die heute im attraktiven Teilnehmerfeld um den begehrten Wanderpokal spielen werden: Neben zwei Teams der gastgebenden Schule sind dies der Titelverteidiger aus Hildesheim, der Vorjahreszweite vom Hamelner Schiller-Gymnasium, das Albert-Einstein-Gymnasium Hameln, die Sertürner-Realschule Hameln, die Max-Born-Realschule Bad Pyrmont , die KGS Salzhemmendorf, das Norbertus-Gymnasium Magdeburg mit zwei Mannschaften, das Campe-Gymnasium Holzminden und die Theodor-Heuss-Realschule Hameln. Das Turnier beginnt heute um 9 Uhr in der Sporthalle Südhalle. Im Eröffnungsspiel treffen Gastgeber und Titelverteidiger aufeinander. Zuschauer sind ausdrücklich willkommen.
Für Essen und Trinken sorgen Schülerinnen und Schüler des Abiturjahrgangs.


© Pyrmonter Nachrichten, 10.12.11

Klare Sache für Humboldt-Kicker
4:1 gegen Norbertus-Gymnasium sichert Sieg im Nikolausturnier

Die Fußballer des Humboldt-Gymnasiums feiern ihren dritten Turniersieg in vier Jahren.
Foto: red
Im Auftaktspiel mussten sich die Gastgeber vom Humboldt-Gymnasium noch mit einem 0:0 gegen die Titelverteidiger von der Hildesheimer Marienschule begnügen.
Foto: pox

Bad Pyrmont (red). Jubelnd stürmt der gesamte Humboldt-Kader nach der Schlusssirene auf das Spielfeld der Pyrmonter Südhalle: Mit einem 4:1-Kantersieg haben die jungen Fußballer das Norbertus-Gymnasium im Finalspiel zurück nach Magdeburg geschickt. Der Triumph bedeutete gleichzeitig auch den dritten Turniersieg innerhalb von vier Jahren - eine bärenstarke Quote angesichts des stark besetzten Teilnehmerfeldes.
Zwölf Schulmannschaften im D-Jugend-Alter (Jahrgang 1999 und jünger) boten den Zuschauern bei idealen Rahmenbedingungen Hallenfußball vom Feinsten. Knapp sechs Stunden dribbelten und passten sich die jungen Kicker in insgesamt 38 Begegnungen die Bälle zu. Das von dem Lehrer Thorven Lucht gecoachte Team dominierte von Beginn an das Turniergeschehen und belegte in der Vorrundengruppe A mit 13 Punkten den ersten Rang vor dem Titelverteidiger aus Hildesheim (10). In der zweiten Gruppe setzte sich das erstmals angetretene Norbertus-Gymnasium aus Magdeburg (12 Punkte) vor dem Hamelner Schiller-Gymnasium (10) durch. Das Traumfinale geriet jedoch zu einer überraschend eindeutigen Angelegenheit. Das Humboldt-Gymnasium setzte das gegnerische Team permanent unter Druck und stellte mit den vier erzielten Treffern seine exzellente Chancenverwertung unter Beweis.
Mann des Spiels war Doppeltorschütze David Calaminus, der zunächst per Kopf die Führung besorgte, ehe er durch einen wuchtigen Distanzschuss den Sack zumachte. David selbst fand den Erfolg seines Teams hoch verdient: "Wir waren einfach besser!" Sein Trainer Thorven Lucht lobte zudem die "geschlossene Mannschaftsleistung" über den gesamten Turnierverlauf hinweg. Die beiden weiteren Treffer beim Sieg gegen Magdeburg erzielten Jannis Thielke und Marlin Ejikeme.
Turnierorganisator und Erfolgstrainer Thorven Lucht zog am Ende des Turniertags eine positive Bilanz: "Medizinisch, regeltechnisch, organisatorisch und kulinarisch war das Turnier ebenso erstklassig besetzt wie im sportlichen Bereich."
Der Kader des Siegerteams: Alexander Brandstetter, Jan Dörries, Baran Karadeniz, Simon Kücking, Kevin Steinmeyer und Jannis Thielke (alle SW Löwensen), Martin Ejikeme (Inter Holzhausen), David Calaminus (Germania Hagen) sowie Vincent König und Kilian van Elten (beide TuS WE Lügde).




© Pyrmonter Nachrichten, 05.12.11

Beim Lesen erkundet Jonas andere Welten
12-jähriger Gymnasiast vertritt Bad Pyrmont beim Bezirksentscheid des Vorlesewettbewerbs

Die vier Leseratten, die es in die Endrunde geschafft haben (v.li.): Dennis Cooper (12), Denis Komiakov (11), Jonas Oppermann (12) und Jonathan Gehring (12).
Foto: cg

Bad Pyrmont (cg). Was haben Erich Kästner und Harry Potter gemeinsam? Was verbindet die futuristische Computer-Stadt der Kinder, die "Level 4" genannt wird, mit den "Drei Fragezeichen"? Die Antworten auf diese Fragen haben die vier Schüler des Humboldt-Gymnasiums gefunden, die als Klassensieger in die Endrunde des diesjährigen Vorlesewettbewerbs vorgedrungen sind und sich dort eine Jury stellten.
Wie auch andere Schüler der vier sechsten Klassen stellten Jonathan Gehring(12), Denis Komiakov(11), Dennis Cooper(12) und Jonas Oppermann(12) ihren Klassenkameraden jeweils ein selbst gewähltes Buch vor. Aus dem suchten sie dann eine besonders eindrucksvolle Stelle aus, die sie in der vorgegebenen Zeit von drei bis fünf Minuten vorlasen. Dann kamen die vier Klassensieger in die Vorlese-Qualifikationsrunde. Dort musste jeder Wettbewerber außer dem selbst gewählten auch einen ihnen unbekannten Text vorlesen, diesmal aus dem Buch "Paul Vier und die Schröders" von Andreas Steinhöfel.
Etwas Besonderes war es dieses Mal, dass es vier Jungen in die Endrunde geschafft haben, denn meist haben die Mädchen mehr Interesse an diesem Wettbewerb. Bisher fand der Lesewettbewerb immer am "Tag der offenen Tür" des Gymnasiums statt. Doch der wurde in den Januar verschoben, aber die Anmeldefrist für den Lese-Gewinner endet am 15. Dezember.
Nach längerer geheimer Diskussion der Jury stand der 12-jährige Jonas Oppermann als Sieger fest. Er hatte mit einer Kurzgeschichte aus Erich Kästners Buch "Das Schwein beim Friseur" die Jury überzeugt. Die Entscheidung fiel der Jury aber sichtlich schwer.
Deutschlehrer Marcus Hinsche, der den Vorlesewettbewerb des Deutschen Börsenvereins an der Schule koordinierte, zeigt sich erstaunt darüber, dass ein Schüler erstmals eine Kurzgeschichte vorlas und keinen Ausschnitt aus einem Roman. Das kam auch bei der fünfköpfigen Jury aus Vertretern der Stadtbibliothek, der Eltern, der schulinternen Deutsch-Fachgruppe, der Buchhandlung Heuer und des stellvertretenden Schulleiters Sven Heineken gut an. "Ich lese sehr viel und habe zu Hause meine eigene Bibliothek", verriet Jonas.
Sein Lieblingsbuch ist "Die Stadt der träumenden Bücher" von Walter Moers, auch "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" hat er bereits gelesen. Außerdem findet der begeisterte junge Leser die Fantasy-Geschichten von Wolfgang und Anke Hohlbein sehr spannend. "Beim Lesen kann ich einfach alles andere vergessen und ganz andere Welten besuchen", schwärmt Jonas.
Seine Mitbewerber in der Endrunde stimmen ihm da voll zu. "Ich bin ziemlich darauf gespannt, was jetzt auf mich zu kommt", sagt der 12-jährige Gewinner, der im Februar die Pyrmonter Schule beim "Bezirksentscheid" des Wettbewerbs vertreten wird. "Aber gewonnen haben wir eigentlich alle vier", sagt Jonas ganz stolz.




© Pyrmonter Nachrichten, 28.11.11

Vorweihnachtliche Bescherung für drei Schulen
Wofür die Ausschüttung aus der "Ludwig und Hanna Klinge Stiftung" verwendet werden soll

Stiftungsvorstand und Nutznießer (v. li.): Reihold Reker, Elisabeth Ewers, Barbara Wendeln-Henke, Uwe Tillmanns, Claudia Herrmann und Petra Kuhn bei der Scheckübergabe in der Dana-Residenz.
Foto: ar

Bad Pyrmont (ar). Im kleinen aber feinen Kreis der Bescherten kam Freude auf, als Bad Pyrmonts Volksbank-Chef Reinhold Reker drei überdimensionale Schecks zückte und an ihre Empfänger übergab. Die "Ludwig und Hanna Klinge-Stiftung" konnte in diesem Jahr 9000 Euro zur Ausschüttung bringen. Die Summe geht zu gleichen Teilen an das Humboldt-Gymnasium, die Max-Born-Realschule und die Lügder Johannes-Gigas-Schule.
Um in den Genuss der Förderung zu kommen, mussten die Schulen im Vorfeld Anträge stellen. Dafür können nun dank der Finanzspritze auch Wünsche erfüllt werden, die sonst eher hintenan gestellt werden. "Wir sehen das Geld für das Humboldt-Gymnasium als Zukunftsinvestition," sagte Schulleiterin Claudia Hennann und ergänzte: "Damit werden wir in einer ersten Charge in diesem Jahr unsere Fernseh- und Videowagen erneuern, was für einen Unterricht auf modernem Niveau sorgen wird."
Bereits zweimal waren die Schulen von der Stiftung unterstützt worden, und es ist auch in der Zukunft wieder damit zu rechnen. Dass dabei die Beträge unterschiedlich ausfallen können, hat laut Reinhold Reker seinen Grund. "Zweck der Stiftung ist es, erwirtschaftete Erträge auch auszuschütten, doch ist es im Sinne der Stifter, dass unter dem Aspekt einer langfristigen und soliden Geldanlage auch für einen Inflationsausgleich gesorgt werden soll. Und da wir 2008 in ein Krisenjahrzehnt gestartet sind, haben wir das Geld etwas anders angelegt. So bleibt aber das Grundkapital ewig erhalten." Die Schulen kann es nur freuen, und so teilte Barbara Wendeln-Henke mit, dass an der Max-Born-Realschule im Biologiebereich Arbeitsplätze als Selbstlernstationen eingerichtet werden sollen. "Wir wollen die Rumpelkammer aufräumen. Das Mobiliar ist da, und wir können dann den Schülerinnen und Schülern bis in den Nachmittag hinein Arbeitsplätze anbieten."
Auch Uwe Tillmanns von der Lügder Johannes-Gigas-Schule denkt an räumliche Verbesserungen, und ihm ist eine nachhaltige Verwendung sehr wichtig. "Wir haben zwei Räume in einem Bungalow, die ausgestattet werden sollen," berichtete er, "und da wir sehr viel in Richtung Berufsorientierung und Qualifikation am Übergang von der Schule in den Beruf tun, können wir dort unseren Job-Coach oder die Berufsberatung der Arbeitsagentur platzieren." Die Stiftung wird derweil von Reinhold Reker, seiner Mitarbeiterin Petra Kuhn und Elisabeth Ewers von der Dana-Seniorenresidenz umsichtig weitergeführt. "Wir freuen uns natürlich über Spenden," erläuterte Reker, "doch auch Zustiftungen sind möglich, durch die das Stiftungskapital erhöht wird. Vielleicht möchte ja in der Vorweihnachtszeit noch jemand etwas Gutes tun."



© Pyrmonter Nachrichten, 23.11.11

Wenn alte Menschen von jungen Leuten lernen
Jugendparlament weiht Senioren in die Geheimnisse eines Computers ein / Wiederholung geplant

oben: Bis auf den letzten Platz waren die beiden
Computerräume im Humboldt-Gymnasium gefüllt.

links: Maximilian Mehl greift zur Maus und zeigt
Edeltraud Kleinsorge, wie es geht.
Von Vassili Golod

Bad Pyrmont. Eine Maus, eine Tastatur, ein Bildschirm und ein Computer. Was für Jugendliche das Natürlichste der Welt ist, bereitet vor allem vielen älteren Menschen großes Kopfzerbrechen. Doch das sollte sich jetzt ändern. Im Rahmen des Generationenprojekts "Jung hilft Alt - Alt hilft Jung" hat das Bad Pyrmonter Jugendparlament (Ju-Pa) einen PC-Kurs für Senioren auf die Beine gestellt.
Insgesamt 30 gemischte Paare aus Jung und Alt haben sich in zwei Räumen des Bad Pyrmonter Humboldt-Gymnasiums vor den Rechnern zusammengefunden. Eines der Paare bilden Tim Teige (17) und Renate Schramm (74). Geduldig erklärt der Jugendliche seiner "Schülerin" den Umgang mit dem PC. Eine ungewohnte Rolle für Tim -besonders in der Schule. "Normalerweise sitzen wir hier selber und bekommen Dinge beigebracht", so der Teenager. Den Spieß zur Abwechselung mal umzudrehen, macht ihm nach eigenen Angaben aber "ziemlich viel Spaß". Kein Wunder, denn Renate Schramm ist im Umgang mit dem PC nicht gerade unerfahren. "Ich gucke gerne im Internet irgendwas nach und schreibe mit meinen Kindern und Enkelkindern E-Mails - das kann ich", sagt sie und fügt hinzu. "Ist ja auch ein bisschen wie Schreibmaschine schreiben."
Die Rentnerin kennt die Vorteile des Computers und weiß sie auch ganz gut zu nutzen - dennoch tauchen immer wieder neue Fragen auf. "Wenn ich was rauskopieren will, dann druckt er mir manchmal mehr Seiten, als ich eigentlich haben will. Oder ich will was nachgucken, dann weiß ich nicht so richtig, wo und wie ich das im Computer schnell machen kann."
Um solche und andere Probleme aus der Welt zu schaffen, hat das JuPa in Zusammenarbeit mit den Informatik-Schülern von Marco Siefert den PC-Kurs für Senioren überhaupt ins Leben gerufen. Die Nachfrage war gigantisch (wir berichteten). Herausgekommen sind zwei rappelvolle Computer-Räume, gefüllt mit engagierten Jugendlichen und interessierten Senioren. Genau das wollte JuPa-Chef Jannic Henze sehen. Der 18-Jährige musste selbst eingreifen und sein Wissen an einen Senior weitergeben. "Manche haben überhaupt noch gar nichts gemacht und müssen erst gucken, wo der Computer überhaupt angeht. Andere sind dagegen viel weiter und wollen in Exel schon irgendwelche Sachen ausprobieren und ein bisschen mit dem Computer arbeiten", so Jannics Erfahrung. Es sei auf jeden Fall eine gute Idee gewesen, jeweils Paare vor die Rechner zu setzen.
Der Umgang mit dem PC sei das eine, viel wichtiger sei jedoch der Umgang zwischen Jung und Alt, sagt Katharina Meckelburg (18), stellvertretende Vorsitzende des Jugendparlaments. "Ich erhoffe mir von unserem Projekt, dass wir eine Art Brücke bauen können zwischen Senioren und Jugendlichen, dass Vorurteile widerlegt werden können und dass wir einfach einen Grundstein für zukünftige Beziehungen zwischen Jugendlichen und Senioren legen können."
Jugendliche können bei älteren Menschen auch mal gute Laune verbreiten. Das hat die Neuauflage des Generationenprojekts definitiv gezeigt. "Ich habe bereits mit Herrn Siefert gesprochen. Die Chancen stehen gut, dass es auch im nächsten Jahr wieder einen solchen Schnupperkurs für Senioren geben wird", freut sich die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Annegret Webel.
Jung und Alt? Das passt! Nach dem Kochkurs im vergangenen Jahr haben Jugendparlament und Seniorenbeirat mal wieder eindrucksvoll bewiesen, dass es sich lohnt, auf die Stärken der jeweils anderen Generation zurückzugreifen, anstatt sich gegenseitig zu kritisieren.




© Pyrmonter Nachrichten, 18.11.11

Reges Interesse an Aktionen des Jugendparlamentes
Fotos haben Erfolg, PC-Kurs ausgebucht

J. Henze A. Webel

Bad Pyrmont (gol).Sie sind jung, wissen aber schon ganz genau, was sie wollen: Die Mitglieder des 7. Bad Pyrmonter Jugendparlaments (Ju-Pa) sind seit Wochen und Monaten im öffentlichen Leben der Kurstadt sehr aktiv und damit auch sehr präsent.
Erst kürzlich haben Jannic Henze und sein Team durch die Veröffentlichung ihrer sogenannten "Horrorfotos" in den Pyrmonter Nachrichten bewirkt, dass zumindest die gröbsten Mängel im Humboldt-Gymnasium umgehend beseitigt wurden. "Wir haben gehofft, dass die Schäden, die behebbar sind, schnell behoben werden, und das ist auch so weit schon passiert", freut sich JuPa-Chef Jannic.
"Wir haben endlich Thermostate an den Heizungen und darüber freuen wir uns natürlich sehr. Jetzt warten wir noch auf die energetische Sanierung, die sich natürlich noch ein bisschen hinzieht, da ein neues Planungsbüro beauftragt werden soll. Wir sind sehr gespannt, was da passiert." Vorerst nicht viel. Bis es überhaupt so weit ist, heißt es für die Schüler und Lehrer des Humboldt-Gymnasiums also mal wieder "abwarten".
Die JuPa-Mitglieder haben alles getan, was in ihrer Macht stand - so sehen sie es jedenfalls. Jetzt widmen sie sich wieder Projekten, die sie eigenständig beeinflussen können. Eines davon ist der anstehende PC-Kurs für Senioren im Rahmen des Generationen-Projekts "Jung hilft Alt -Alt hilft Jung" mit dem Seniorenbeirat. "Wir haben mittlerweile schon über 40 Anmeldungen bekommen - ursprünglich angedacht waren 20. Ich habe deshalb noch einen zweiten Computerraum reservieren lassen", berichtet Jannic erfreut.
Die Vorsitzende des Seniorenbeirats, Annegret Webel, hat ihre aktive Teilnahme an dem PC-Kurs sogar zurückgezogen. "Es gab so viele Anmeldungen, dass wir fürchteten, wir müssen fast über der Hälfte der Interessenten absagen. Das hätte mir einfach leidgetan", begründet sie ihre Entscheidung. Insgesamt 30 Plätze stehen für den Computer-Kurs zur Verfügung - eine Wiederholung der Aktion ist zumindest vorerst nicht angedacht.
Für das JuPa geht es auch nach dieser Aktion munter weiter - die Nachwuchspolitiker sind zu einer Stippvisite bei der Bundestagsabgeordneten Gabriele Lösekrug-Möller (SPD) eingeladen. "Wir fahren nach Berlin, gucken uns den Reichstag an, setzen uns in den Plenarsaal und hören uns eine Sitzung an. Anschließend ist ein Gespräch mit Frau Lösekrug-Möller geplant. Wir sind alle sehr gespannt und bereiten uns schon darauf vor, was für Fragen wir ihr stellen wollen", freut sich Jannic.
Beim Jugendparlament ist momentan ziemlich viel Aktivität - und so werde es auch bleiben, verspricht er.




© Pyrmonter Nachrichten, 17.11.11

Seine Vorlieben gelten Physik, Musik und Informatik
Von Springe nach Bad Pyrmont: Sven Heineken (39) ist neuer stellvertretender Schulleiter des Humboldt-Gymnasiums

Sven Heineken

Bad Pyrmont (gol). Er ist jung, charismatisch und hat auf seiner Karierreleiter bereits viele Stufen hinter sich gelassen: Sven Heineken ist gerade mal 39 Jahre alt und schon stellvertretender Schulleiter am Humboldt-Gymnasium.
Nach seinem Referendariat in Frankfurt am Main wechselte der Hobby-Wasserballer 2003 ans Otto-Hahn-Gymnasium in Springe. Hier unterrichtete er fünf Jahre die Fächer Musik, Physik und Informatik. Eine eher ungewöhnliche Kombination. die Heineken jedoch gut begründen kann."Unterrichten tue ich am liebsten Physik, Musik ist das, was mir persönlich am meisten Spaß macht und am interessantesten finde ich eigentlich das Fach Informatik", so der Pädagoge.
Nach drei Jahren Arbeit als Studienkoordinator für schulfachliche Aufgaben am Viktoria-Luise-Gymnasium in Hameln ist Heineken jetzt als stellvertretender Schulleiter in der Kurstadt angekommen. Aber nicht, um sich hier zur Ruhe zu setzen. "Ich möchte gerne für Eltern, Schülerinnen und Schüler und für das Kollegium bei allen Dingen ansprechbar sein, die hier in der Schule notwendig sind, um guten Unterricht zu machen und um die Schule als Lebens- und Arbeitswelt für alle Beteiligten zu einem positiven Ort werden zu lassen", formuliert Heineken seine Ziele.
Als Stellvertreter habe er traditionell die Aufgabe, die Schule nach innen zu vertreten, sagt der 39jährige. Entscheidend sei für ihn vor allem ein positives Klima innerhalb der Schulgemeinschaft.
Seit zwei Wochen ist Sven Heineken an seinem neuen Arbeitsplatz tätig und muss sich "erst einmal einleben". In den nächsten Monaten will er sich intensiv mit dem Gymnasium befassen, um in Zukunft konstruktiv zur Schulentwicklung beitragen zu können.
Heineken löst Georg Muschik ab, der als Leiter des Campe-Gymnasiums nach Holzminden wechselte (wir berichteten).



© Pyrmonter Nachrichten, 03.11.11

"Horrorfotos" sollen Politiker alarmieren
So verleiht das Jugendparlament der Forderung nach überfälliger Humboldt-Sanierung Ausdruck
Von Vassili Golod

Zeitungsrecycling der speziellen Art: Das Loch in der Wand ist notdürftig gestopft, um die Kältebrücke zu blockieren. Heizkörper ohne Thermostat - gegen große Hitze in der Klasse hilft nur Lüften. Die Fotos dokumentieren den über Jahrzehnte gewachsenen Sanierungsstau am Gymnasium.
Durch die beschlagenen alten Glasscheiben ist der Blick aus den fenstern in diversen Klassenräumen deutlich getrübt. Beim Blick auf ihre Fotos wissen Jannic Henze, Madeleine Schwitalla, Katharina Meckelburg und Fabian Hage manchmal nicht, ob sie lachen oder weinen sollen.
Fotos: gol

Bad Pyrmont. "Die Heizungen sind wirklich immer voll aufgedreht, es gibt keine Thermostate, über die man die Temperatur in den Klassenräumen regeln kann. Alles muss über die Fenster gemacht werden", sagt Katharina Meckelburg. "Wenn es zu warm ist, kommt das Fenster auf, bis es wieder zu kalt ist, und dann geht es weiter. Wir haben keine richtige Isolierung. Die Energie, die da weggeht, könnte man durch neue Fenster sparen." Die 18 Jahre alte Vize-Vorsitzende des Jugendparlaments hat genug vom ewigen Hin und Her um die überfällige energetische Sanierung des Humboldt-Gymnasiums. Gemeinsam mit ihren JuPa-Kollegen hat sie eine Fotosafari gestartet. Die bei der Tour durch die Klassenzimmer entstandenen "Horrorfotos" dokumentieren den miserablen Zustand der Schulgebäude und sollen die Politiker aufrütteln.
Blinde Fenster, Heizungen ohne Thermostate, bröckelnde Wände, die mit Zeitungspapier ausgestopft sind -das sind nur einige Beispiele, die vom aktuellen Bauzustand des Gymnasiums zeugen. "Es ist vielleicht ein bisschen doof, aber man denkt sich schon fast gar nichts mehr dabei", sagt Lehrer Hartmut Kluge. „Es ist Alltag geworden, man hat sich fast dran gewöhnt."
Viele Schüler, Lehrer und Eltern haben im Laufe der vergangenen Wochen, Monate und Jahre die Hoffnung auf eine schnelle Sanierung schon fast aufgegeben. Hilflosigkeit und Resignation sind die vorherrschenden Gefühle, begleitet von immer weniger Vertrauen in die lokale Politik.
Nicht zuletzt deshalb erwartet der Vorsitzende des Jugendparlaments, Jannic Henze, nun schnelle und sinnvolle Entscheidungen des neuen Rates. "Wir hoffen, dass der Rat aufmerksam wird, dass jetzt was getan werden muss für die energetische Sanierung. Früher oder später muss es ja sowieso gemacht werden. Jetzt ist besser, bevor noch mehr Energie verschwendet wird", so der 18-Jährige.
Unterstützung bekommen die Nachwuchs-Parlamentarier von der Schulleitung. Janine Niemöller lobt die Aktion der Jugendlichen ausdrücklich. "Wenn sich junge Menschen für ihr Anliegen und für andere Jugendliche einsetzen, dann kann man das nicht genug würdigen und fördern", sagt die Pädagogin.
Schülern und Lehrern bleibt jetzt nur noch, auf einen baldigen Beginn der Sanierung zu hoffen. Viel mehr können sie nicht tun. Denn jetzt sind Politiker und Stadtverwaltung gefragt.



© Pyrmonter Nachrichten, 02.11.11

"Down is beautiful!": Kröhnert ganz exklusiv
Warum der bekannte Kabarettist ein Gastspiel für Lehrer, Schüler und Eltern des Gymnasijms gab
Von Vassili Golod

Wenn Reiner Kröhnert Bundeskanzlerin Angela Merkel mimt, dann tobt das Publikum. Fotos: gol
Auf einer Wellenlänge: Edelfan Michael Djuric im Gespräch mit Reiner Kröhnert.

Bad Pyrmont. Reiner Kröhnert kann sie alle! In der Rolle von CDU-Finanzminister Wolfgang Schäuble erklärt er seinem Publikum völlig entspannt, dass der Verschuldung nach oben hin eigentlich keine Grenzen gesetzt sind. So könnten die Griechen problemlos eine Hypothek auf die Akropolis aufnehmen und das Symbolbauwerk im äußersten Notfall einfach auf den Stuttgarter Hauptbahnhof verpflanzen. Als Papst Benedikt XVI. verteidigt er wortgewandt das Zölibat und ist als Jürgen Trittin durchgängig auf der Suche nach neuen Themen, die den Grünen bei den nächsten Wahlen viele Stimmen bescheren sollen.
Sobald Kröhnert sich aber seine blonde Perücke überstreift und die Mundwinkel ganz weit runterzieht, beginnt das Publikum zu toben, denn dann betritt niemand anders als Angela Merkel die Bühne. Die Bundeskanzlerin fordert die rund 250 Gäste im rappelvollen Musikpavillon des Pyrmonter Humboldt-Gymnasiums dazu auf, die Mundwinkel zu trainieren. Ihr Motto lautet nämlich: "Down is beautiful!"
Es war ein Gastspiel der ganz besonderen Art, das der bekannte Kabarettist hier mit seinem Bühnen-Programm "Kröhnerts Krönung" hauptsächlich für Lehrer, Schüler und Eltern absolvierte. Und es gibt eine Vorgeschichte: Die spielt im Jahre 1993 und hat acht Mitwirkende. Es sind der Pyrmonter Lehrer Michael Djuric und die sieben Schüler seines früheren "Politik-Hochleistungskurses" (HLK). "Wir waren damals auf einer Studienfahrt in Berlin und sind dadurch mehr oder weniger zufällig in das Kulturzentrum "Tränenpalast" geraten und haben dort Reiner Kröhnert zum ersten Mal mit seinem damaligen Programm "Reiner flog übers Kuckucksnest" gesehen."
Seitdem wurden Kröhnerts Auftritte zum jährlichen Pflichtprogramm für den Lehrer und seinen Ex-HLK. Wo der Parodist war, waren sie auch. Erst kürzlich beschlossen die Edelfans aus der Kurstadt, ihr Idol nach einem Gastauftritt zu fragen. Kröhnert sagte spontan zu und ließ die ehemaligen Schüler in Nostalgie schwelgen. "Diese 17 Jahre kamen einem doch eher wie ein Tag oder vielleicht eine Woche vor. Ich fand es klasse, dass er heute hier war und ich hatte auch das Gefühl, dass es gut angenommen worden ist", stellte der 37-jährige Michael Krieger vom HLK fest.
Auch die angehende Abiturientin Catherina Weiß war von Kröhnerts zweistündiger Bühnen-Show begeistert. "Mir hat er sehr gut gefallen. Es hat sich echt gelohnt, hierherzukommen und sich das anzuhören. Ich habe viel gelacht. Politisch wirklich top!"
Für Reiner Kröhnert selbst war der Auftritt in der Schule nach eigenem Bekunden "eine neue und positive Erfahrung". Der Künstler lobte die Reaktionen der Zuschauer und kann sich durchaus vorstellen, erneut vor einem Schüler-Publikum aufzutreten. Volle Hütte, gute Stimmung und politisches Kabarett auf allerhöchstem Niveau - Reiner Kröhnert hat bei seinem Auftritt im Humboldt-Gymnasium voll überzeugen können. „Ich denke, insgesamt war die Veranstaltung ein großer Erfolg und Kröhnert ist eben ein Meister seines Fachs - vor allen Dingen, was das Sprachliche an
betrifft", freute sich der Organisator Michael Djuric über den gelungenen Kabarett-Abend.



© hallo SONNTAG, 09.10.11

Pyrmonter Schüler holten den zweiten Landespreis
Humboldt-Schüler erfolgreich beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen

Die elf Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a des Humboldt-Gymnasiums Bad Pyrmont waren beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen erfolgreich.

Bad Pyrmont (red). Elf Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a des Humboldt-Gymnasiums Bad Pyrmont haben beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen. Unter der Leitung ihres Lateinlehrers Jens Luker nahmen die Jugendlichen dabei in der Kategorie "Gruppenwettbewerb" teil. Als Fremdsprachen hatten sie Latein und Englisch gewählt. Für den Wettbewerb haben sie sich im vergangenen Winter einen Plot für einen Kurzfilm von rund zehn Minuten Länge ausgedacht, sämtliche Dialoge geschrieben, in die beiden Sprachen übersetzt und am Ende natürlich auch verfilmt. Der Titel ihres Films ist: "I had a dream".
Nach der vielen Arbeit wurde die Gruppe dann zur Siegerehrung für das Land Niedersachsen in Hildesheim eingeladen. Erst dort haben sie dann erfahren, dass sie den zweiten Landessieg errungen haben. Für ihren zweiten Platz erhielten die Schüler eine Urkunde und 100 Euro für die Klassenkasse. Insgesamt haben in Niedersachsen über 800 Schüler am Bundeswettbewerb Fremdsprachen im Einzelwettbewerb und Gruppenwettbewerb teilgenommen. (Teilnahmesprachen: Englisch, Französisch, Latein, Spanisch, Niederländisch, Chinesisch, Italienisch und Türkisch). Bundesweit gab es in diesem Jahr rund 15000 Teilnehmer. Besonders erfreulich ist, dass diese Gruppe mit ihrem Lehrer bereits das zweite Mal in Folge erfolgreich ist. Im letzten Jahr erhielten die Schüler mit einem selbst gedrehten Film auf Latein den dritten Landessieg. Auch erfolgreich in diesem Jahr war eine Gruppe des Viktoria-Luise-Gymnasiums Hameln. Sie belegte mit ihrer Lehrerin Frau Kolling einen der drei ersten Plätze mit einem selbst gedrehten Film auf Englisch ("Linda's missfortune").




© Pyrmonter Nachrichten, 07.10.11

Plötzlich stand Stefan Raab in der Garderobe
Die Erfinder der Frühstücksmaschine durften einen Blick hinter die Kulisse von "TV total" werfen
von Vassili Golod
Hannes Küttner, Niklas Kunze, Larissa Ohms und Armin Klüter (v.li.) führen Stefan Raab ihre Frühstücksmaschine vor. Foto: ProSieben Brainpool

Titelblatt

Pyrmonter Schüler bei Stefan Raab

Bad Pyrmont (gol). Fünf Schüler aus Bad Pyrmont hatten gestern - so jedenfalls war es geplant - ihren großen Fernsehauftritt. Die Erfinder der Frühstücksmaschine waren bei dem TV-Entertainer Stefan Raab zu Gast, um ihm ihre Konstruktion vorzuführen. Es sei ein tolles Erlebnis gewesen, versicherten Hannes Küttner, Larissa Ohms, Armin Klüter, Niklas Kunze und Torben Müller übereinstimmend nach der einen Abend zuvor in Köln aufgezeichneten Sendung. Und ihr mitgereister Lehrer Jürgen Enders war einfach „nur stolz".

unten: Niklas Kunze, Torben Müller, Larissa Ohms und Hannes Küttner erklären der

0ben:Hannes Küttner, Larissa Ohms, Armin Klüter und Niklas Kunze (v.li.) sitzen bei Stefan Raab auf dem Sofa. Foto: ProSieben Brainpool
unten: Niklas Kunze, Torben Müller, Larissa Ohms und Hannes Küttner erklären der Aufnahmeleiterin Nicole Szaraz die SMS-Steuerung der Frühstücksmaschine, die sich die Schüler extra für "TV total" haben einfallen lassen. Foto: gol

Bad Pyrmont/Köln. Die gestrige Folge der ProSieben-Kultshow "TV total" auf ProSieben war nicht nur für eingefleischte Raab-Fans ein echtes Muss. Auch Zuschauer aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont sollten die Sendung verfolgt haben, denn zu Gast war eine Gruppe junger Tüftler aus der Kurstadt. Die Schüler des Pyrmonter Humboldt-Gymnasiums, Hannes Küttner, Larissa Ohms, Armin Klüter und Niklas Kunze, bekamen in Stefan Raabs Sendeformat die Gelegenheit, ihre "Frühstücksmaschine" vor einem Millionenpublikum zu präsentieren. Mit dabei, aber nicht vor der Kamera, waren auch Torben Müller und der Lehrer Jürgen Enders.
"Wenn man im Nachhinein darüber nachdenkt, ist es einfach ein großartiges Gefühl, vor so vielen Leuten dazustehen und dort eine astreine Performance abzulegen", versuchte ein überglücklicher Niklas Kunze seine Emotionen nach der am Abend zuvor in den ProSieben-Brainpool-Studios in Köln aufgezeichneten Sendung in Worte zu fassen. Für ihn und seine Mitschüler sei mit dem Auftritt bei "TV total" ein Traum in Erfüllung gegangen, denn die jungen Pyrmonter durften auch einen Blick hinter die Kulissen einer der erfolgreichsten Late-Night-Shows im Fernsehen werfen.
In einem eigenen Backstage-Bereich bauten sie direkt nach der Ankunft in Köln sorgfältig ihre Frühstücksmaschine zusammen. Anschließend ging es zur Generalprobe, bei der Stefan Raab sich von der Aufnahmeleiterin Nicole Szaraz vertreten ließ. Hier wurden die Elftklässler mit dem Studio vertraut gemacht. Details wurden mit der Regie abgesprochen und Kameraeinstellungen ausprobiert - in diesem Format muss schließlich alles passen.
Der Höhepunkt ihrer Reise ereilte die Pyrmonter allerdings völlig überraschend: Moderator Stefan Raab. "Er kam vorher noch ganz, ganz kurz in unserer Garderobe vorbei und hat sich vorgestellt. Leider musste er auch schon sofort weiter zum Warm-up der Zuschauer", erzählt Hannes Küttner, der trotzdem begeistert war, dass der TV-Tausendsassa vor der Aufzeichnung zu ihnen gekommen war. Gesprochen wurde nur über die Frühstücksmaschine. Selbst für ein persönliches Erinnerungsfoto sei leider keine Zeit geblieben, bedauert er. „Als er bei uns reinkam, hatte er dieses Show-Lächeln drauf, wie man es aus dem Fernsehen kennt. Er hat sich nicht hinter die Fassade blicken lassen", so Hannes.
Kurz vor dem Auftritt waren die Schüler natürlich richtig aufgeregt. "Die meiste Angst hatten wir davor, uns zu blamieren, doch das ist zum Glück nicht passiert", berichtet eine erleichterte Larissa Ohms im Anschluss an die Aufzeichnung. Die Schüler kamen gut mit Raab ins Gespräch und ließen sich auch durch seine freche Art nicht einmal aus der Fassung bringen. Ihr Lehrer Jürgen Enders war danach richtig "stolz", wie sich seine Schützlinge im TV präsentierten. "Die haben sich ihren Auftritt wirklich verdient."
Und was wurde aus dem Marmeladenbrot, das die Schüler mit ihrer Maschine für Raab schmieren ließen und er während der Sendung nur anknabberte? Das ließ sich der Moderator zur Freude des Publikums im Studio mit sichtlichem Genuss laut schmatzend und breit grinsend schmecken. Ein größeres Kompliment konnte er der Frühstücksmaschine und ihren Erfindern nicht machen
.



© Pyrmonter Nachrichten, 01.10.11

Ein Sprachtalent beim "Tag der Talente"
Die 17jährige Vina Zielonka beeindruckt selbst ihren Lehrer Jens Luker immer wieder
Für Vina Zielonka wurde der "Tag der Talente" in Berlin zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Foto: pr

Bad Pyrmont (uk). Vina Zielonka beeindruckt selbst ihren sprachversierten Lehrer Jens Luker immer wieder mit ihrem Sprachgefühl und ihrer Auffassungsgabe. Wettbewerbe gewinnt sie in Serie. Jetzt war die Schülerin des Humboldt-Gymnasiums als Landessiegerin eines Zweisprachenwettbewerbs (Englisch und Französisch) von Bundesbildungsministerin Annette Schavan zum "Tag der Talente" nach Berlin eingeladen worden.
Mit 300 Siegern aus 25 Wettbewerben diskutierte die 17-Jährige verschiedene Themen und entschied sich dafür, im Workshop "Medizin und Ethik" mitzuarbeiten, der sich unter anderem mit der Frage "Was ist ein Embryo?" auseinandersetzte. Es sei unglaublich spannend gewesen, über den eigenen Horizont hinweg in andere Bereiche Einblick zu bekommen, berichtet sie. "Doch was den 'Tag der Talente' für mich unvergesslich gemacht hat, war, die Möglichkeit gehabt zu haben, sich mit anderen motivierten und begeisterten Jugendlichen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen."
Der nächste Wettbewerb steht für Vina schon an. Im November wird sie in Dreieich am Finale des Oberstufenwettbewerbs teilnehmen. 48 Teilnehmer aus ganz Deutschland werden dort in Englisch, Französisch, Latein und Spanisch diskutieren.



© Pyrmonter Nachrichten, 27.09.11

Essig und Backpulver
Gymnasium veranstaltete "Tag der Chemie"
Dieses Schülerquartett beobachtet gespannt, ob der von ihnen konstruierte "Feuerlöscher" aus Essig und Backpulver funktioniert. Foto: gol

Bad Pyrmont (gol). Im Rahmen des offiziellen Jahres der Chemie 2011 veranstaltete das Bad Pyrmonter Humboldt-Gymnasium einen "Tag der Chemie". Hier bekamen Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 die Gelegenheit, sich mit anregenden Problematiken der

Naturwissenschaft auseinanderzusetzen.
Eine der Aufgaben bestand zum Beispiel bestand darin, aus Essig und Backpulver einen Feuerlöscher herzustellen. Die für das Experiment benötigten Materialien wurden den Schülern zwar zur Verfügung gestellt, für den Rest waren sie aber selbst verantwortlich. "Das ist ganz
schön knifflig", sagt Schülerin Pia Maria Pokorny, die nach eigenen Angaben großen Spaß an den Versuchen hatte und die Aufgabe löste.
Organisiert wurde die Veranstaltung von den Chemielehrern des Gymnasiums unter der Leitung von Gudrun Lässig. Die Pädagogin hofft, möglichst viele Schüler für das Fach motivieren zu können. Dass die Naturwissenschaft deswegen gleich bei allen Gymnasiasten zum Lieblingsfach wird, ist zwar fraglich, eines steht aber definitiv fest: Einen "Tag der Chemie" möchten sowohl die Lehrer als auch Schüler gerne wiederholen.



© Pyrmonter Nachrichten, 22.09.11

JuPa geht auf Fotosafari durchs Gymnasium
Jugendvertreter wollen den "katastrophalen Bauzustand" der Gebäude dokumentieren

Bad Pyrmont (gol)
. Die Mitglieder des Jugendparlaments (JuPa) wollen öffentlichen Druck auf Verwaltung und Politik ausüben, um die bislang gescheiterte Sanierung des Humboldt-Gymnasiums voran zu bringen. Die Politik rede zwar pausenlos von der Notwendigkeit einer energetischen Sanierung, passiert sei bisher aber noch nichts, hieß es in der jüngsten Sitzung.
Auf Vorschlag von Katharina Meckelburg will das Jugendparlament "Horror-Fotos" veröffendichen, um den "katastrophalen Bauzustand" der Gebäude zu dokumentieren. "Es gibt Löcher in den Wänden, die Fenster schließen nicht richtig, es gibt keine Thermostate an den Heizungen, die Heizungen laufen im Winter somit durchgehend auf der höchsten Stufe und die Temperatur kann nur über die Fenster reguliert werden. Es gibt in unserer Schule einfach zu viele Stellen, wo man sagt: Das kann so nicht laufen!", so die 18-Jährige.
Das Projekt "Fotosafari" stieß bei allen Parlamentariern auf breite Zustimmung. Der Vorsitzende des Jugendparlaments, Jannic Henze, erhofft sich durch diese Aktion, "dass die Politiker wach werden und einfach mal den katastrophalen Zustand erkennen." Der angehende Abiturient will Aufklärung schaffen und setzt auf eine schnelle Reaktion seitens der Politik. "Ich meine, die sind ja selbst nicht vor Ort, die sind selbst nicht in der Schule. Es sind so viele Details, die man bei einem Mal durch die Schule laufen gar nicht sehen kann. Man muss einfach länger da sein."
Die Sanierung der Schulgebäude war immer wieder verschoben worden. Sie scheiterte zuletzt daran, dass sich die Kosten für den ersten Block von 970000 Euro auf 1,8 Millionen Euro mehr als verdoppelt haben. Erst der neue Rat soll sich diesem Thema wieder annehmen.
Äußerst konsequent agierte Henze, als es um die Beteiligung der JuPa-Mitglieder an den Sitzungen ging. Ein Mitglied, das bereits zum dritten Mal in Folge unentschuldigt fehlte, wurde auf einstimmigen Beschluss aus dem Jugendparlament ausgeschlossen. Henze: "Das schadet denjenigen, die sich engagieren wollen. Fairerweise macht er Platz für einen Nachrücker."
Konkreter wird das Computerprojekt mit dem Seniorenbeirat. Das JuPa wird dabei vom Informatikkurs des Gymnasiums unterstützt. "Wir müssen nur noch einen Termin finden - dann kann's losgehen", so Henze
.



© Pyrmonter Nachrichten, 20.09.11

Stefan Raab lädt junge Tüftler zu "TV total" ein
Ihre Frühstücksmaschine stößt auf Interesse des bekannten TV-Moderators / Aufzeichnung in Köln
von Vassili Golod

linkes Bild: Auf großes Interesse der Medien stieß die Frühstücksmaschine bei der "IdeenExpo 2011" in Hannover. Auch der bekannte TV-Moderator Willi Weitzel (2.v.re.) ließ sich von Jürgen Enders, Larissa Ohms, Hannes Küttner, Niklas Kunze, Armin Klüter und Torben Müller (v.li.) die raffinierte Konstruktion vorführen. Foto: pr.
rechtes Bild: Stefan Raab hat die Sängerin Lena aufgebaut und kümmert sich jetzt um die Frühstücksmaschine aus Bad Pyrmont. Foto: prosieben

Bad Pyrmont. Als am vergangenen Mittwochabend die Fernsehshow "TV total" mit Stefan Raab auf Prosieben über den Monitor ging, da spitzten zumindest ein paar jugendliche Zuschauer aus Bad Pyrmont die Ohren und teilten die frohe Kunde binnen Sekunden in dem sozialen Netzwerk "Facebook" voller Begeisterung mit ihren Freunden. Raab scherzte in seiner Sendung über eine sogenannte "Frühstücksmaschine" und blendete in diesem Zusammenhang einen kurzen Videobeitrag des NDR ein. In Bad Pyrmont weiß man, dass diese Frühstücksmaschine von fünf Schülern des Humboldt-Gymnasiums Bad Pyrmont konstruiert und den Besuchern der "Ideenexpo 2011" in Hannover präsentiert wurde. Der Sendung folgte jetzt eine Einladung Raabs zu einem Auftritt in "TV total".

Vor mehr als einem Jahr waren Hannes Küttner, Armin Klüter, Larissa Ohms, Torben Müller und Niklas Kunze gemeinsam mit ihrem Lehrer Jürgen Enders auf die Idee gekommen, an einem Technik-Wettbewerb der Firma "Phoenix Contact" teilzunehmen. Hannes erinnert sich noch genau an die Anfänge des Projekts. "Unser Lehrer hat uns damals vorgeschlagen, eine Frühstücksmaschine zu bauen. Also eine Maschine, die völlig automatisch Brot schneidet und anschließend mit Marmelade beschmiert." Gesagt, getan! Doch der Prototyp der heutigen, in allen Bereichen verbesserten Frühstücksmaschine belegte damals im Phoenix-Wettbewerb lediglich einen undankbaren vierten Platz.
Die jungen Tüftler ließen sich davon jedoch nicht unterkriegen und bastelten fleißig weiter. Und die Arbeit im Hobbykeller von Hannes Küttner hat sich ausgezahlt: Die Elftklässler schafften es mit ihrer Erfindung bis auf die Ideenexpo und vor Ort sogar zum größten Renner der Ausstellung. Zahlreiche Politiker, aber auch bekannte TV-Moderatoren wie Willi Weitzel, ("Willi will's wissen") ließen sich maschinell ein Marmeladenbrot schmieren, das sie im Anschluss mit Genuss verspeisten. Das Medieninteresse war ohnehin enorm. Tageszeitungen, das NDR-Fernsehen, Hit-Radio Antenne, FFN und andere Sender ließen sich die Funktion der Frühstücksmaschine von den jungen Machern vorführen und erklären.
Der Anruf von Raabs Produktionsfirma "Brainpool", die "TV total" auf den Sender bringt, kam für Jürgen Enders dennoch etwas überraschend. "Meine Reaktion war zunächst mal, dass mich jemand verarschen wollte", gibt er unverblümt zu. Doch als klar war, dass dem nicht so ist, waren Enders und seine Schüler begeistert. "Uns war sofort klar: Da fahren wir hin!", erzählt Hannes Küttner. Warum auch nicht - so eine Chance bekommt, schließlich nicht jeder.
Am 5. Oktober fahren die Tüftler vom Humboldt-Gymnasium nach Köln, wo die "Frühstücksmaschinen-Folge" für "TV total" aufgezeichnet werden soll (Der Sendetermin ist noch offen - nein, es wird am selben Abend gesendet. Die Redaktion). Hannes und seine Mitschüler können ihren TV-Auftritt kaum noch abwarten. "Wir freuen uns wahnsinnig! Es ist eine riesige Gelegenheit einmal hinter die Produktion einer solchen Sendung zu gucken." Außerdem sind sie wahnsinnig auf Stefan Raab gespannt.
Die Frühstücksmaschine hat zwar schon jetzt eine steile Karriere hinter sich, man kann aber jetzt gespannt sein, wie es nach der TV-Premiere weitergeht.




© Pyrmonter Nachrichten, 03.09.11

Frühstücksmaschine und Bagger-Simulator
Humboldt-Gymnasium und Maschinenbauer ABG als Aussteller auf der IdeenExpo in Hannover
Auf dem Expo-Außengelände führt die ABG ihre Baumaschinen in Originalgröße vor. Fotos: ml
Die maschinell geschmierten
Marmeladenbrote finden
immer Abnehmer.
Der Humboldt-Schüler Hannes
Küttner (16) erklärt die
Frühstücksmaschine.
Der Simulator des Radladers
von Volvo ist ständig besetzt.
Bad Pyrmont/Hameln/Hannover (ml/joa). Die IdeenExpo in Hannover boomt: Bereits 186 000 überwiegend junge Besucher hatten zur Halbzeit am Donnerstag die Technikschau besucht. Die Ausstellung will mit einem spektakulären Programm noch bis zum morgigen Sonntag Jugendliche für Natur- und Ingenieurwissenschaften begeistern und damit auch den Fachkräftemangel bekämpfen. Mit dem Humboldt-Gymnasium aus Bad Pyrmont und der ABG Allgemeine Baumaschinen GmbH sind in diesem Jahr auch zwei Hameln-Pyrmonter Aussteller auf der Ideenbörse präsent.
So präsentieren in der Fachsparte "Produktion" des "Pavillons der Ideen" eine Schülerin und vier Schüler des Humboldt-Gymnasiums bereits seit einer Woche zusammen mit ihrem Informatik-Lehrer Jürgen Enders ihre "Frühstücksmaschine", ein Gerät, das auf Knopfdruck selbständig Marmeladenbrote schmiert. Wie Lehrer Enders betont, geht der Messe-Auftritt von Larissa Ohms, Armin Klüter, Niklas Kunze und Torben Müller - alle Jahrgang 11 und alle 16 Jahre alt -nicht auf eine Unterrichtseinheit des Pyrmonter Gymnasiums, sondern auf einen Wettbewerb zurück, den die Firma PhoenixContact ausgeschrieben hatte, und in dem es um die praktische Anwendung von Steuerungselektronik ging. Für die Zeit der IdeenExpo vom Unterricht freigestellt, erleben die fünf Humboldt-Schüler und ihr Lehrer derzeit einen Riesen-Rummel an ihrem Messestand: "Die Maschine läuft ununterbrochen für unsere Besucher", erklärt Enders und neben Ministerbesuchen hätten die Mittelstufenschüler fast ununterbrochen Medienauftritte von Tagesschau-Beiträgen bis Radio-Interviews zu bestreiten, so der Pyrmonter Pädagoge zum ersten Messeauftritt seiner Schule.
Am Stand der ABG Allgemeine Baumaschinen-Gesellschaft mbH ist ein Simulator des Radladerss von Volvo Construction Equipment ständig dicht umlagert: Am Beispiel des 3-D-Simulators wird den Benutzern deutlich gemacht, dass Baumaschinen nicht trivial sind, sondern im 21. Jahrhundert hochkomplexe Maschinen darstellen. Es kann live erlebt und durch die hydraulische Plattform „erfühlt" werden, wie anspruchsvoll ihre Bedienung ist. Nicht nur Ingenieure, die für die Entwicklung verantwortlich sind, sondern auch Industriemechaniker, die in der Montage arbeiten, und die Anwender haben Spaß dabei. Auch die Endmontage eines Schlüsselanhängers kann am Stand der ABG selbst in die Hand genommen werden: Bereits vorgefertigte Anhänger-Rohlinge können durch die Besucher entgratet und anschließend unter Druckluft geprägt werden.
Für Schulklassen ist die IdeenExpo derzeit willkommene Abwechslung von der Unterrichts-Routine. So besuchten jetzt beispielsweise auch zwei Physik-Kurse des Hamelner Schiller-Gymnasiums die Ideen-Messe in Hannover. Und die Resümees der Schüler reichten von leichter Entäuschung bis zur Begeisterung: So war es für Hauke Wagner (15) zu voll in der Halle und "die spannenden Sachen wie die Simulatoren waren gnadenlos überfüllt und man konnte wenig sehen". Adnan Allouch-Jassem (18) jedoch ist begeistert: "Ich würde noch einmal hingehen," ist er sich sicher.



© Süddeutsche Zeitung, 25.08.11

Vierhundert Einfälle
Mitmach-Stationen sollen Lust auf Technik machen

Frühstücksmaschine. Bei Hannes Küttner gab es in letzter Zeit ziemlich oft Marmeladenbrot. Auf Knopfdruck. Der Elftklässler hat mit vier Mitschülern aus dem Humboldt-Gymnasium in Bad Pyrmont eine Frühstücksmaschine entwickelt. "Inspiriert hat uns der Film 'Zurück in die Zukunft', da hat sich Doktor Emmet Brown auch so eine Maschine gebaut", erklärt Küttner. Man könne morgens eine Menge Zeit sparen, denn alles geht automatisch: Brot schneiden und Marmelade drauf schmieren. 70 Zentimeter lang ist die Produktionsstraße vom Brotschneider bis zum Marmeladenspachtel. Der Nutzer könne sogar zwischen zwei Marmeladen wählen. Nur eines kann die Maschine nicht: Butter aufs Brot schmieren. Die sei immer entweder zu hart oder zu weich, die Maschine könne sie nicht richtig dosieren. Den Prototypen stellten die fünf Gymnasiasten schon in der zehnten Klasse her - damals noch aus Holz, aber schon mit einem Mini-PC, der die Frühstücksbrot-Produktion überwachte. Der Stiftung Niedersachsen Metall gefiel die Idee so gut, dass sie die Schüler einlud, die Maschine als eines von 25 Schüler-exponaten zu präsentieren. Dafür gibt es sogar schulfrei, denn in Niedersachsen hat der Unterricht längst wieder begonnen. Fast jeden Tag seiner Ferien hat Hannes Küttner sich mit seinen Tüftelkollegen in der Hobbywerkstatt seines Großvaters getroffen, sie haben die Frühstücksmaschine noch einmal überarbeitet: Sie ist jetzt ganz aus Aluminium, vom Stil her eindeutig mehr Science-Fiction, wie er findet. Und die Versuchsobjekte? "Die haben wir alle aufgegessen."

Wenn Frühstücksroboter Brote schmieren
Aha-Erlebnisse für jung und alt: IdeenExpo 2011

Sie sind neugierig und lernbereit. Sie basteln und konstruieren mit großer Begeisterung und Ausdauer: Kinder sind geborene Ingenieure. Aber irgendwann im Laufe der Jahre versandet dieser Eifer. Denn obwohl i-Pod, Internet und andere Technologien ihren Alltag bestimmen, sind für die meisten Deutschen Naturwissenschaften ein Buch mit sieben Siegeln. Nicht nur das: Viele Menschen halten Technik sogar für langweilig und interessieren sich nicht dafür, wie technische Dinge funktionieren. Gleichzeitig braucht unsere Volkswirtschaft gut ausgebildete und motivierte Ingenieure, Techniker und Forscher, um Klimawandel, Ressourenmangel und Überalterung der Bevölkerung zu meistern.
Genau hier setzt die Ideen Expo an. Vom 27. August bis zum 4. September 2011 dreht sich auf dem Messegelände in Hannover alles um Technik, Naturwissenschaften und Berufsorientierung. Herzstück des Technikevents sind die etwa 400 Mitmach-Exponate aus den Themenwelten Energie, Leben & Umwelt, Kommunikation, Mobilität und Produktion. Sie zeigen, dass Technik Spaß machen kann, und sollen damit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen Anstöße für die eigene Ausbildung und Berufswahl geben. Diese erfahren zum Beispiel, wie sich Brückenbauer Bienenwaben zum Vorbild nehmen, welche Kräfte ein Autoreifen aushalten muss oder dass der Rumpf des Riesenfliegers A380 aus geflochtenen Kohlenstofffasern besteht. Auch können sie einen Frühstücksroboter bewundern, der nicht nur Brot schneidet, sondern die Scheiben auch noch mit Marmelade nach Wahl bestreicht. Entwickelt hat die Maschine übrigens eine zehnte Klasse aus Bad Pyrmont. Denn zu den Ausstellern dieses Wissensfest gehören neben Unternehmen, Hochschulen und Forschungsinstituten auch Schülergruppen. Workshops, Wissenschaftsshows und Live-Experimente, unter anderem mit Ranga Yogeshwar, runden das Angebot von Deutschlands größtem Klassenzimmer ab. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter: www.ideenexpo.de.



© Pyrmonter Nachrichten, 12.07.11

"Energieverschwendung kostet Tausende"
Personalrat des Gymnasiums beklagt baulichen Zustand des Gebäudes und fordert "endlich" Abhilfe

oben: An der Fassade haben sich Moose und Flechten gebildet.

links: Eigentlich sollte dieser Anblick schon längst der Vergangenheit angehören: die Fassade des Humboldt-Gymnasiums mit ihren alten Fenstern ist dringend sanierungsbedürftig.

Fotos: uk

Bad Pyrmont (uk). Lange hat der Personalrat des Humboldt-Gymnasiums zu der bislang gescheiterten Sanierung des Gebäudekomplexes geschwiegen, aber jetzt reicht es. "Wir wollen, dass endlich etwas passiert, dass endlich sinnvolle und finanziell richtig durchkalkulierte Ausschreibungen gemacht werden, sodass das Gymnasium von einem Schandfleck zu einem richtungsweisenden Gebäude wird", meldete sich jetzt der Vorsitzende Jürgen Enders zu Wort. In einem offenen Brief an die Pyrmonter Nachrichten haben die Mitarbeiter des Gymnasiums die Mängel aufgezeigt, die ihrer Meinung nach dringend und schon lange behoben werden müssen.
Die Bestandsaufnahme des Personalrates fällt vernichtend aus. Auf vielen der asbesthalti-gen Platten der Fassade wachsen Moose und Flechten, direkt hinter den großen, einfach verglasten Fenstern vor dem Verwaltungstrakt stehen die Heizkörper. Einige Fenster sind blind, andere sind undicht und lassen sich nur sehr schwer bewegen, andere können gar nicht mehr geöffnet werden. An einigen Heizkörpern fehlen regelbare Ventile, sie heizen auch an warmen Tagen im Frühjahr. "Zur Abkühlung müssen dann die Fenster geöffnet werden", heißt es in dem Brief des Personalrates. "Diese Energieverschwendung kostet die Stadt jährlich Tausende von Euro und das nun schon seit vielen Jahren."
Bemängelt wird auch der Zustand der - zum Teil schimmligen - Sanitäranlagen und das zu kleine Lehrerzimmer, das 80 Personen aufnehmen soll. Dass die Schüler pfleglich mit den Toiletten umgehen, zeige das Beispiel der Mensa. "Die sind in einem Bestzustand, eben weil sie neu sind und gut aussehen." Das Sanierungsdrama hat auch Folgen für den Schulalltag. Die Lehrer müssen nach eigener Schilderung Klassenfahrttermine seit Jahren nach den Sanierungsterminen ausrichten, die dann doch wieder keine Gültigkeit haben. "Vor den Osterferien wurde uns die schöne neue Welt nach der Renovierung ausführlich vorgestellt, nur wenige Tage später war wieder alles Makulatur. Zeitangaben schenken wir keinen Glauben mehr."
Zu dem offenen Brief hat sich der Personalrat entschlossen, weil er bis heute vergeblich auf eine Antwort von Bürgermeisterin Elke-Christina Roeder wartet. Im April habe man in einem Brief den schlechten baulichen Zustand des Gymnasiums beklagt und um Abhilfe gebeten. "Unsere Schule hat eine Renovierung dringend nötig und wir alle wollen, dass etwas passiert, aber wir haben nicht den Endruck, dass diese Renovierung mit allem Nachdruck vorangetrieben wird", lautet die Einschätzung des Personalrates.
"Manchmal hat man den Eindruck, dass der Schwarze Peter 'Sanierung' zwischen Architekten, Rat und Verwaltung hin- und hergeschoben wird in der stillen Hoffnung, dass sich in der Zukunft alle Probleme lösen werden", ergänzt der Vorsitzende Enders gegenüber den Pyrmonter Nachrichten. "Das werden sie aber nicht, und die vorläufigen Brandschutzmaßnahmen werden durch ihren provisorischen Charakter die Situation des Gebäudes noch unerträglicher machen."
Die angekündigten Provisorien sind zurzeit das Einzige, was fest steht. Ansonsten dürfte die Bürgermeisterin dem Personalrat wenig Hoffnung auf baldige Fortschritte machen können. Es ist völlig offen, wann die Sanierung starten kann. Die jüngste Ausschreibung ist wieder aufgehoben worden, neue Zeit- und Kostenangaben gibt es noch nicht. Da dürfte auch die Feststellung des Personalrates, dass die Schüler jede Woche viele Stunden in Räumen verbringen, in denen sie sich niocht wohlfühlen, ebenso wenig helfen wie ihre Frage: "Ist Bildung in Bad Pyrmont noch eine wichtige Ressource?"

Den Offenen Brief im Wortlaut finden Sie hier.



© Pyrmonter Nachrichten, 07.07.11

Die erfolgreichen Schülerinnen und Schüler des Humboldt-Gymnasiums. Foto: pr
Elf Schülerinnen und Schüler der Klasse 8a des Humboldt-Gymnasiums Bad Pyrmont haben beim Bundeswettbewerb Fremdsprachen teilgenommen. Unter der Leitung ihres Lateinlehrers Jens Luker nahmen die Jugendlichen dabei in der Kategorie "Gruppenwettbewerb" teil. Als Fremdsprachen hatten sie Latein und Englisch gewählt. Für den Wettbewerb hatten sie sich einen Plot für einen Kurzfilm von rund zehn Minuten Länge ausgedacht, sämtliche Dialoge geschrieben, in die beiden Sprachen übersetzt und am Ende natürlich auch verfilmt. Der Titel ihres Films: "I had a dream", in dem unter anderem Cäsar auf Obama trifft. Der Einsatz der Schüler wurde auf Landesebene mit dem zweiten Platz belohnt. In Hildeshbeim erhielt die Gruppe eine Urkunde und 100 Euro für die Klassenkasse. Besonders erfreulich ist aus Sicht der Schule, dass diese Gruppe mit ihrem Lehrer bereits das zweite Mal in Folge erfolgreich ist. Im letzten Jahr hatten die Schüler Platz drei auf Landesebene belegt.