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Barbara Schneider von der "Stiftung NidersachsenMetall" überreichte Jürgen Enders, Niklas Kunze und Schulleiterin Claudia Herrmann (v. li.) das Schild, das die Schule als Roboter Labor ausweist. Niklas hatte dazu extra einen Fahrroboter mitgebracht. Foto: uk |
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Eine kleine Festgesellschaft war gekommen, um den neu gestalteten Musikpavillon zu feiern und sich dabei von einem Schülerchor unterhalten zu lassen. Foto: yt |
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Arbeitsmarktexperten und Gymnasium arbeiten eng zusammen, um dem doppelten Abiturjahrgang gute Chancen für Lehre und Studium zu öffnen. (v. li.) Hannes Reinhardt (Agentur für Arbeit) Claudia Herrmann, Michael Djuric, Ansgar Biemann (Humboldt-Gymnasium) Foto: khr |
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Hat im Erdkunde-Unterricht gut aufgepasst: Zur Belohnung erhält Sebastian Friese eine Urkunde und einen Weltatlas. Foto:mar |
Bad Pyrmont (mär). Sebastian Friese hat anscheinend ganz besonders gut im Erdkunde-Unterricht aufgepasst. Immerhin schnitt der Neuntklässler des Humboldt-Gymnasiums beim Erdkunde-Wettbewerb "National Geographie Wissen 2010" als Bester seiner Schule ab. Als Belohnung gab es eine Urkunde und einen Weltatlas.
Zum zehnten Mal wetteifern seit Ende Januar bundesweit rund 245 000 Schüler um den Sieg. Sebastian findet das jedenfalls nicht schlecht: "Mir hat die Teilnahme am Wettbewerb großen Spaß gemacht", sagt der Lügder, der unter anderem zahlreiche Fragen zu Deutschland beantworten musste.
Mit dem Sieg am Humboldt-Gymnasium nimmt er nun am Landesentscheid teil. Die von ihm bearbeiteten Aufgaben hat die Schule schon eingeschickt und das Ergebnis bekommt Sebastian Anfang Mai. „Es wäre schon toll, wenn ich am 11. Juni nach Hamburg zum großen Bundesfinale fahren könnte. Aber die Konkurrenz ist ziemlich stark", sagt das Erdkunde-Ass. Doch getreu dem olympischen Motto gilt auch für Sebastian "Dabei sein ist alles". Doch vielleicht steht in zwei Monaten fest, dass der beste deutsche Erdkundeschüler aus Lügde kommt.
© Pyrmonter Nachrichten, 20.03.10
Mit Fantasie und Wagemut
Theater-AG spielte "Kabale und Liebe" unter einem neuen Titel
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Pia Wagner und David Gense spielen das ungleiche Liebespaar Luise und Ferdinand mit Intensität. Foto: He |
Bad Pyrmont (Hei). Ein Wortspiel nutzte die Freie Arbeitsgemeinschaft Theater am Humboldt-Gymnasium, um Friedrich Schillers Drama "Kabale und Liebe" einen neuen Titel zu geben. "Da ist der Wurm drin": Das bezieht sich natürlich auf die gesellschaftlichen Verhältnisse in dem "bürgerlichen Trauerspiel", wie Schiller sein frühes Werk von 1784 nannte. Zugleich aber ist damit auch der Drahtzieher gemeint, der die unstandesgemäß Liebenden Ferdinand und Luise ins Unglück treibt. Wurm heißt der Bösewicht, und er ist Sekretär des Präsidenten.
Norbert Döding und seine Theater AG sind dafür bekannt, dass sie so gut wie nie ein vorgegebenes Stück, ob klassisch oder modern, eins zu eins aufführen, sondern gerne experimentieren und eine für die jungen Schauspieler glaubwürdige Deutung anstreben. So werden Fantasie und Wagemut der Schüler und Schülerinnen herausgefordert. Und an diesem Projekt, das jetzt im Kurdieater aufgeführt wurde, haben die Beteiligten von der ersten Idee bis zur fertigen Aufführung lange und intensiv gearbeitet, wie aus dem Programmheft hervorgeht.
Einen Klassiker auf 90 Minuten zu kürzen, ohne dabei das Wesentliche zu vernachlässigen, ist an sich schon ein Kunststück. Hier ist die Konzentration auf die Essenz der Geschichte gut gelungen, die Charaktere der Guten und Bösen, die schon vom Dichter in gewisser Schwarz-Weiß-Malerei angelegt sind, werden konsequent ausgearbeitet und sind auch in den Kostümen verdeutlicht. Schneeweiß ist das Liebespaar gekleidet, schwarz der Intrigant Wurm und knallrot die schillernde Lady Milford, Mätresse des Fürsten. Das Bühnenbild beschränkt sich auf einzelne mobile Podeste - und auf Steine, die hier eine symbolische Bedeutung haben.
Pia Wagner und David Gense spielen das ungleiche Liebespaar Luise und Ferdinand mit Intensität. Vor allem die Darstellerin durchlebt die dramatische Entwicklung der Figur und ihre innere Not glaubwürdig. Vincent Rison als Sekretär Wurm verkörpert cool die Banalität des Bösen. Auch die übrigen Schauspieler wirken überzeugend in ihren Rollen, und alle bekommen zu Recht viel Applaus im gut besuchten Kurtheater.
© Pyrmonter Nachrichten, 08.03.10
Voller Einsatz: Gymnasiasten als Manager
Das Unternehmensplanspiel MIG beschert ideenreichen Humboldt-Schülern vier lange Arbeitstage

Vassili Golod und Dennis Wiater von
"Future Industries" präsentieren ihre
Produktneuheit vor einem kritischen Publikum
Foto: khr
Bad Pyrmont (khr). Eine Woche 'raus aus dem normalen Unterricht und 'rein in die Rolle eines Vorstandsmitgliedes einer Aktiengesellschaft. "Eine tolle Erfahrung für uns", sagt stellvertretend Meggi Bllaci für die 17 Schülerinnen und Schüler des Politik-Leistungskurses vom Humboldt-Gymnasium.
Im Rahmen eines Unternehmensplanspiels unter der Leitung des Spielleiters Manfred Kussatz vom Bildungswerk der Niedersächsischen Wirtschaft waren sie als betriebswirtschaftliche Führungskräfte gefordert. Aufgabe war es, ein Produkt- und Marketingkonzept für einen neuartigen Küchencomputer zu entwickeln. Um sich voll auf diese Aufgabe zu konzentrieren, hatten die Jugendlichen ihre Arbeitsplätze in die Räume von Gastgeber Staatsbad Pyrmont GmbH verlegt. In drei Gruppen, die als Firmen im Wettbewerb miteinander standen, entwickelten sie vier Tage lang verschiedene Konzepte. Und ihr Lehrer Eckhard Wansleben war begeistert. "Es ist immer wieder ermutigend zu beobachten, wie kreativ und aufgeschlossen die Schüler diese wirtschaftlichen Themen angehen", stellt er fest und betrachtet das Unternehmensplanspiel als willkommene Ergänzung zum Unterricht.
Am letzten Abend war es dann soweit: Vor einer Jury aus hochrangigen Vertretern der heimischen Wirtschaft in der Rolle der Einkäufer mussten die Schüler ihre Konzepte präsentieren. Den angemessenen Rahmen dafür bot das Steigenberger Hotel in einem Tagungsraum mit Kristalllüstern und moderner Präsentationstechnik.
Auch die Schüler hatten sich entsprechend gekleidet und sich das Outfit von Managern zugelegt. Das Herzklopfen vor und bei dem Auftritt wird es kaum gedämpft haben. Denn es galt nicht nur, das Konzept und die Vorteile des neuartigen Küchencomputers gekonnt vorzustellen, sondern die "Vorstände" mussten sich auch den kritischen Fragen der "Einkäufer" stellen. Da ging es um technische Details, Werbekostenzuschüsse und Finanzierungsfragen. Geschickt und teilweise humorvoll wurden auch diese Klippen umschifft. "Die Woche war besser als Schule, aber auch anstrengender", gestand anschließend Isabell Emme, denn man habe elf bis zwölf Stunden am Tag gearbeitet.
Und Huang Giang Truong schätzte an dem Planspiel, dass sie dabei Erfahrungen gemacht habe, zum Beispiel den Druck vor der Präsentation, die sie so bisher nicht gekannt habe. Tobias Stadtfelder und Stefanie Viering konnten sich als Technikvorstand beziehungsweise als Designchefin schon mal in Berufsfeldern erproben, die sie für ihre spätere Berufslaufbahn planen.
Auch wenn es nur einen Gewinner des Planspiels geben konnte - wichtige Erfahrungen haben alle Teilnehmer gemacht. Und dazu gehörte auch, dass sie im Anschluss bei belegten Brötchen und Getränken, die Steigenberger-Chef Arnoldus van lersel spendierte, den Vertretern aus der Wirtschaft und Schule Fragen zu Berufsbildern und Berufsaussichten stellen konnten.
Marianne Willeke nutzte die Gelegenheit, um sich bei Oberstudiendirektorin Claudia Herrmann zu erkundigen: "Wie wird man eigentlich Rektorin an einer Schule"?
© Pyrmonter Nachrichten, 05.03.10
Toll! 1240 Euro für Haitis Erdbebenopfer
Interhelp:"Eine der größten Spendenaktionen von Schülern im Kreis Hameln-Pyrmont!"
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Julia Hoffmann, Solveig Hoff und Vina Zielonka (v.li.) freuen sich mit Reinhold Klostermann über den Scheck Foto: jhe |
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Hier musiziert die Klasse 10 unter der Leitung von Frau Radtke "Oye como va". Foto: Hei |
Bad Pyrmont (Hei). Eine konzentrierte "musikalisch kreative Woche" stand kürzlich auf dem Stundenplan für Schüler und Schülerinnen des Humboldt-Gymnasiums. Das Ergebnis konnten Eltern und Freunde jetzt in zwei Konzerten erleben. Am ersten Abend zeigten die Schülerinnen und Schüler der Sek I, darunter auch drei gesamte Klassen (5e/Frau Stapelberg, 6c/Frasch, 6e/von Blumröder und Chor I/Radtke) sehr engagiert und überzeugend, was sie gelernt haben, und am zweiten Abend wurden Schüler und Schülerinnen der Oberstufe auf der Bühne der Realschul-Aula vom Publikum geradezu gefeiert.
Was die Gymnasiasten insgesamt präsentierten, machte nicht nur ihre Schulleiterin Claudia Hermann sichtlich stolz. Auch Fachlehrer Jürgen Frasch als Gesamtleiter der beiden Veranstaltungen lobte die Motivation und den Einsatz der Gruppen. Als Dankeschön für seine Mühe überraschten ihn die Leistungskurs-Schüler mit einem T-Shirt, das ihn eindeutig als Mitglied des „Höchstleistungskurs" ausweist. Mit Leitmotiven aus dem "Ring der Nibelungen", gewöhnungsbedürftig sicher für eingefleischte Wagnerianer, aber originell in den eigenen Ideen, hatte der Kurs gezeigt, was er so alles draufhat.
Überhaupt wurde die Kreativität der Instrumentalisten bei diesem zweiten Konzert groß geschrieben: Neben den Interpretationen bekannter Musikschaffender wie Phil Collins ("You'll be in my heart") oder Peter Schilling ("Major Tom"), vorgetragen vom Chor II unter Leitung von Vera Stapelberg, standen auch eigene Arrangements, ja sogar Eigenkompositionen auf dem Programm.
Am Klavier glänzten damit Alina Pogasiy und Natasha Schwab mit Sängerin Rabia Bayram, und als Komponistin des "Auftritts der Normwesen" hatte Ronja Maltzahn, die auch Paul Beilmann mit der Gitarre zum Gesang begleitete, der Band einen schwierigen "Stoff" vorgelegt. Jürgen Frasch erklärte, was es mit dieser Musik auf sich hat: Sie wird Teil eines Projektes sein, das die Fachgruppen Musik, Darstellendes Spiel und Kunst gemeinsam in der Trainingswoche erarbeitet haben und im Sommer aufführen werden. Zugrunde liegt das "Faust"-Thema, allerdings nicht von Goethe, sondern in Anlehnung an das Werk "Faust" von Randy Newman.
Begonnen hatte das zweite Konzert mit einer Rhythmus-Instrumentation "Oye como va" der Klasse 10. Am Flügel waren dann Sarah Lindemann, Vina Zielonka, Sara Hage und
Moritz Wulff mit klassischen und zeitgenössischen Stücken zu hören. Das Gymnasium verfügt aber auch noch über eine musikalische Besonderheit, und zwar den Lehrerchor, der von den Schülern mit Beifall gefeiert, aber auch mit flapsigen Sprüchen kommentiert wurde. Claudia Radtke hatte den "Song for
my father" selbst arrangiert, und Katrin Stahr dirigierte die Kollegen und Kolleginnen bei Miriam Makebas "Pata Pata". Mit einer Zugabe des vorher gespielten Songs "The Preacher", den das Publikum begeistert mitklatschte, beendete die Band das "Konzert der Extraklasse", wie Schulleiterin Hermann lobte.
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© Pyrmonter Nachrichten, 12.02.10
Schüler verkaufen T-Shirts und Lose für Haiti
Klasse 10a des Humboldt-Gymnasiums startet heute eine Hilfsaktion für die Erdbebenopfer
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Laura Schmengler, Laura Bremer, Damla Eren, Malte Mühlenhof und Rudolf Hermann (von links) basteln Plakate für die Aktion |
27 Schülerteams wetteiferten drei Monate lang beim „Planspiel Börse" der Stadtsparkasse Bad Pyrmont

Das Siegerteam mit Daniela Katz und
Sebastian Walsch von der Stadtsparkasse.
Foto: jch
Bad Pyrmont (ich). Vina Zielonka ist rundum zufrieden. "Es war eine sehr positive Erfahrung für uns, denn wir haben gut in unserer Gruppe zusammengearbeitet und Spaß hat es uns auch noch gemacht," blickte die 15-jährige Schülerin des Pyrmonter Humboldt-Gymnasiums anlässlich der Siegerehrung auf das "Planspiel Börse" der Stadtsparkasse Bad Pyrmont zurück.
Wie Vina und die übrigen Schülerinnen und Schüler, so lobten auch ihre Betreuer den Verlauf des Wettbewerbs, den es schon seit dem Jahr 1983 gibt. Daniela Katz und Sebastian Walsch von der Stadtsparkasse betonten. "Wir freuen uns, dass das Planspiel so gut bei den Jugendlichen ankommt und die Teilnehmerzahl im Vergleich zum vergangenen Jahr sogar noch gestiegen ist." Schließlich stehe nicht der Gewinn sondern der richtige Umgang mit Geld im Vordergrund, so die Banker.
Drei Monate lang hatten 27 Schülerteams die Möglichkeit, bei dem Wettbewerb ein fiktives Kapital von
50 000 Euro zu verwalten und mit dem Kauf von Aktien und Wertpapieren zu halten oder - besser noch - zu mehren. Dadurch sollen die Schüler spielerisch den Geld- und Kapitalmarkt und die Funktion einer Börse kennenlernen und den Umgang mit Geld trainieren.
Wie bereits in den vergangenen Jahren bewiesen die jungen Börsenmakler ihre Kreativität nicht zuletzt auch bei der Namensfindung ihrer Teams und eroberten in Gruppen, wie "Zocker-2010", "Börsencrasher" oder "Die HopplaDoppla" den fiktiven Aktienmarkt. Letztendlich konnte sich "JusaFesaCodeville" gegen die Konkurrenz durchsetzen und sich mit einem Depotwert von exakt 53 105,81 Euro den Sieg beim diesjährigen "Planspiel Börse" sichern.
© Pyrmonter Nachrichten, 19.01.10
Humboldt-Gymnasium setzt auf "Inter" als Zugpferd
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Thorven Lucht, Claudia Herrmann und Thomas Bertram (v. li.) haben die Kooperation vereinbart. Foto: Schule |
Jetzt brennt es auch in Pyrmont
Schüler des Humboldts demonstrieren am Montag für bessere Bildung
Bad Pyrmont (red). Bildungsstreik in Bad Pyrmont: Schüler des Humboldt-Gymnasiums demonstrieren am Montag für bessere Bildung. Das hat Simon Jonski von "Hameln brennt - Initiative für bessere Bildung" gestern mitgeteilt.
"Nach der erfolgreichen Demonstration der Schüler in Hameln haben sich nun auch die Bad Pyrmonter Schüler dazu entschlossen, für eine bessere Bildung auf die Straße zu gehen", sagte Jonski. So möchten die Pyrmonter am Montag, 21. Dezember, ab 8 Uhr auf dem Schulhof des Humboldt-Gymnasiums mit einer Demonstration ihren Unmut zum Ausdruck bringen und sich dem bundesweiten Bildungsstreik anschließen. "Bildung sollte nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen, daher ist eine unserer Forderungen die der Lernmittelfreiheit", heißt es in einem Flyer der Gymnasiasten, der dieser Zeitung vorliegt. Die Hamelner Initiative hat sich entschlossen, die Pyrmonter und ihre Demonstration zu unterstützen. Denn diese weitere Demonstration zeige, so Jonski, dass die Region vor Problemen stehe, die nicht an Schreibtischen ohne Einbeziehung der Schüler gelöst werden könnten. Auch beweise sie, dass die Schüler bereit sind, an der Verbesserung der Bildungssituation teilzuhaben und für eine freiere und bessere Bildung auf die Straße zu gehen.
Weitere Infos gibt es im Internet unter www.hamelnbrennt.de
Hauptartikel:
© Pyrmonter Nachrichten, 22.12.09
Bildungsblockade bringt Schüler auf die Barrikade
Demo im Humboldt-Gymnasium




Schüler durchbrechen die symbolische Bildungsblockade.
"Bildungsopfer": Sebastian Schmidt (vorn) und Jannic Henze.
Die Vorsitzende des Schulausschusses, Sieglinde Patzig-Bunzel, schlug sich auf die Seite der Schüler.
Mit Transparenten machten die Schüler ihren Standpunkt deutlich.
Bad Pyrmont (ubo). Lautstark waren sie, die Schüler des Humboldt- Gymnasiums, die ihrem „Bildungsärger" gestern Luft machten. In Sprechchören skandierten die gut 250 jungen Leute Rufe wie „Bildung für alle, und zwar umsonst" oder „Wir sind hier, wir sind laut, weil man uns die Bildung klaut". Auf ihren Transparenten war zu lesen "Reiche Eltern für alle", "Bildung ist ein Recht, keine Ware" oder "20 Jahre Wende, und der Schulatlas zeigt die DDR".
Schüler mehrerer Jahrgänge hatten sich im Eingangsbereich des Gymnasiums versammelt, um der Schulausschussvorsitzenden Sieglinde Patzig-Bunzel (SPD) zuzuhören. Sie gestand den Schülern das Recht zu, auf sich aufmerksam zu machen, wenn das Land seinem Bildungsauftrag nicht nachkomme, wetterte sie und forderte mehr Mittel für die Qualitätssicherung im Bildungswesen, Sprachförderung im Kindergarten, Lernmittelfreiheit, kleinere Klassen und ein gebührenfreies Erststudium.
Auch die Schüler Elias Grondmann und Felix Gödeke aus der 13. Jahrgangsstufe, die die Demonstration organisiert haben, erhielten für ihre Forderungen nach einem kostenfreien Schulweg, Lernmittelfreiheit, einer nachhaltigen Lehrerausbildung, kleineren Klassen (in Bad Pyrmont aktuell zwischen 26 und 28 Schüler) und dem Abitur nach 13 Schuljahren lautstarke Zustimmung. "Wir sind hier, um zu zeigen, dass wir genug haben von diesem überholten und veralteten Bildungssystem", betonte Elias.
"Super. Es muss was getan werden, nicht nur reden", war denn auch die Meinung von Vivian Barner, die die 13. Jahrgangsstufe besucht. Kritischer äußerte sich eine Schülerin aus der 11. Klasse zu der Demonstration. "Ich sehe einen Widerspruch. Einerseits soll uns die Bildung geklaut werden und darum läuft eine große Demonstration. Dadurch wird uns aber die Bildung geklaut, weil wir nicht zum Unterricht können." Doch es gab nicht nur Reden. Eine "Ambulanz" sorgte für Kopfverbände, die die Schüler als "Bildungsopfer" symbolisierten. Ein Mauer aus beschrifteten Pappkartons stellte eine "Bildungsblockade" dar, die von den Schülern unter großem Jubel eingerissen wurde.
Auf Wohlwollen stieß die Aktion bei Schulleiterin Claudia Herrmann. "Es ist eine gute Idee, dass die Schüler sich selbst mit diesem Thema auseinandersetzen und sich nicht einfach an andere dranhängen." Allerdings teilt sie nicht alle Ansichten der Schüler. "An G8 geht kein Weg vorbei", meinte sie unter Verweis auf die Regelungen in anderen europäischen Ländern. Die Wiedereinführung des Abiturs nach 13 Schuljahren sei chancenlos.. Aber über die Anpassung der Lehrpläne könne sicherlich diskutiert werden. "Wir dürfen den Schülern nicht nur Experten- und Detailwissen vermitteln, sondern wir müssen lebendig lehren", so die Schulleiterin.
Die vorgegebene Unterrichtsversorgung von 99,5 Prozent sei nur selten zu realisieren. "Die Personaldecke ist so dünn, dass es bei Krankheiten zu Stundenausfällen kommen kann", meinte sie und erinnerte auch an die hohe Arbeitsbelastung der Pädagogen. Jeder Lehrer habe sieben bis acht Lehrgruppen. Was die Durchsetzung der Forderungen angeht, zeigte sie sich pessimistisch. "Eltern und Schüler haben keine richtige Lobby", stellte sie fest.
Elias Grondmann und Felix Gödeke waren am Ende sichtlich zufrieden. "Wir wollten mit der Demo ein Zeichen setzen und das Bewusstsein der Schüler stärken. Wir können nicht mehr viel ändern, aber wir können uns bemerkbar machen",so Elias. "Nicht nur in den Großstädten sind die Schüler unzufrieden, sondern auch in den kleineren Städten wie Bad Pyrmont. Wir konnten nur den Anfang machen, nun sind die anderen dran", ergänzte Felix.
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© Pyrmonter Nachrichten, 16.12.09
Das Humboldt-Gymnasium ist einfach unschlagbar
Bereits zum zweiten Mal in Folge gewinnt eine Mannschaft der Pyrmonter Schule das Nikolausturnier So sehen Sieger aus: Die Gewinner des Gymnasiums (links) und ihre Finalgegner von der Max-Born-Realschule
Bad Pyrmont (uk). Das Humboldt-Gymnasium Bad Pyrmonts ist offenbar einfach nicht zu schlagen.
Bereits zum zweiten Mal in Folge hat eine Mannschaft des Pyrmonter Gymnasiums das Nikolausturnier gewonnen. Das Finale gegen die Max-Born-Realschule der Kurstadt gewann die Mannschaft des Gymnasiums eindeutig mit 3:0. Zwei Tore schoss Nils Hasse, eines steuerte Gerkan Kayrak bei.
Insgesamt neun Schulmannschaften aus dem gesamten Landkreis Hameln-Pyrmont und dem benachbarten Lügde konnte Turnierorganisator Thorven Lucht - er ist ebenfalls Lehrer am Humboldt-Gymnasium in der Sporthalle an der Südstraße begrüßen,
Im vergangenen Jahr hatte er das Nikolausturnier, das früher zur Tradition der Pyrmonter Orientierungsstufe gehörte, wieder aufleben lassen. "Schon vor einem Jahr war das Finale eine reine Pyrmonter Angelegenheit", erinnert sich der Gymnasiallehrer Lucht.
Auch damals stießen das Gymnasium und die Realschule im Finale aufeinander.
"Vielleicht kommen ja im nächsten Jahr einmal die Gäste zum Zuge." Den dritten Platz belegte in diesem Jahr übrigens die Lügder Johannes-Gigas-Schule.
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© Pyrmonter Nachrichten, 05.12.09
Mit ganz viel Biss zum Sieg
Adline Conring gewinnt Vorlesewettbewerb des Gymnasiums
VON MARTIN SCHENKEMEYER
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| Adline Conring Foto: Wellinghoff |
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| Wird erst über dem Bunsenbrenner sichtbar: die Geheimschrift Foto: mar |
Bad Pyrmont (mar). Volles Haus im Humboldt-Gymnasium: Auch in diesem Jahr zog der "Tag der offenen Tür" zahlreiche Besucher an. Neben Schülern der Grundschule, die sich mit ihren Eltern die Schule ansehen wollten, waren auch viele Gymnasiasten in die Schule gekommen, um ihren Eltern zu zeigen, wo und an was sie arbeiten.
Und das war eine ganze Menge: Ein buntes Programm hatten Schüler und Lehrer auf die Beine gestellt. Ein Höhepunkt waren die Vorführungen der Akrobatik-AG des Ganztagsangebotes. Dort versammelte sich eine große Zuschauermenge, um den Kunststücken der Nachwuchsturner zuzusehen. Doch beim Zusehen sollte es nicht bleiben: Insbesondere bei den Naturwissenschaften waren Jung und Alt zum Mitmachen aufgefordert. So konnte man m Physik-Raum ein Experiment mit einem einfachen Drehstuhl machen. Mit zwei Gewichten in der Hand erlebte Marcel Göhring aus der 7e an der eigenen Haut, wie die Zentrifugalkräfte an einem zehren können. "Das macht virklich Spaß", sagte der Schüler.
Auch die sonst eher unbeliebte Mathematik animierte den Nachwuchs zum Experimentieren. Ganz besonders viel Spaß kam beim Schreiben nit Zitronensaft im Chemie-Raum auf. Denn erst über einem Bunsenbrenner wurde das Geschriebene sichtbar. Doch nicht nur die Naturwissenschaften sorgten für Be-feisterung. So waren bei den Sprachen die Englisch-Sketche und die Latein-Rollenspiele Garant für einen vollen Klassenraum. Im Kunstraum war der Kreativität der Besucher keine Grenzen gesetzt. Dafür, dass auch der sportliche Part nicht auf der Strecke blieb, sorgten die Schulfußballer mit einer Torwand. Für 50 Cent konnte jedermann dreimal schießen und tolle Preise gewinnen. Mit dem Erlös sollen neue Bälle gekauft werden.
Die Bewirtschaftung der Cafeteria mit Waffeln und Kaffee durch den 13. Jahrgang sowie Schulführungen rundeten das Angebot ab. Lehrer Thorven Lucht, Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit am Gymnasium, zeigte sich zufrieden: "Es war ein sehr angenehmer Tag mit vielen Besuchern. Außerdem war das Engagement unserer Schüler wirklich sehr gut", freute sich Lucht über diesen rundum gelungenen Nachmittag.
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© DEWEZET vom 14.11.2009
Auf den Brettern, die die Welt bedeuten
Für die Pyrmonterin Pia Wagner hat sich beim Jungen Schauspiel Hannover ein Traum erfüllt
VON KARIN HEININGER


Zweimal Pia Wagner: Einmal auf der Bühne des
Jungen Schauspiels Hannover in "Alle kriegen
dick und werden Kinder" ... Foto: Theater... und in "Zivil".
Foto: hei
Bad Pyrmont. Einmal in einem richtigen Theater und gemeinsam mit Profis auf der Bühne stehen: Das ist wohl der Wunsch aller Jugendlichen, die gerne Schauspieler werden möchten. Für die Pyrmonterin Pia Wagner (18) hat sich dieser Traum jetzt erfüllt. Sie bekam gleich zwei Rollen in dem Stück "Alle kriegen dick und werden Kinder" am Ballhof Hannover.
Das "Junge Schauspiel Hannover" hat das Projekt gemeinsam mit dem Sponsor enercity network realisiert und das Stück von Kristo Sagor (1976 in Stadtoldendorf geboren) als Uraufführung herausgebracht - mit nicht nur positiven Kritiken. Doch damit kann die Gymnasiastin leben, wie sie versichert. "Beim Theater muss man kritikfähig und immer wieder bereit sein, von vorne anzufangen", gibt sie sich selbstbewusst. Muss sie auch, denn nach dem Abitur im nächsten Jahr will sie unbedingt Schauspielerin werden, das steht für Pia Wagner bereits fest.
Sie will sich an staatlichen und privaten Schauspielschulen bewerben und bis dahin Theaterworkshops besuchen, weiterhin Gesangsunterricht an der Musikschule nehmen, bei Schulprojekten Erfahrung sammeln und mehrere Rollen-Monologe für das Casting einstudieren. "Natürlich weiß ich, dass es extrem schwierig wird, weil es unter Hunderten von Bewerbern höchstens 20 an einer Schauspielschule schaffen", sagt Pia und denkt realistisch über Alternativen nach: "Wenn es gar nicht klappt, könnte ich Theaterwissenschaft studieren oder etwas mit Sprachen machen."
Ihre Leidenschaft für das Theaterspielen hat die Schülerin in der zehnten Klasse am Gymnasium entdeckt. In der Theater AG und auch im Schulfach Darstellendes Spiel konnte sie sich verwirklichen, unter anderem mit Rollen in "Otello weiß" oder "Kriegskinder-Geschichten". Ihr Lehrer Norbert Döding war es dann auch, der Pia auf das Projekt des Jungen Theaters Hannover aufmerksam machte. Per Plakat wurden dort Schüler gesucht, die auf der Bühne stehen oder an der Produktion mitwirken wollten. Pia wurde genommen. Sie sollte die Referentin eines Ministerpräsidenten spielen. Als später eine andere Schülerin ausfiel, übernahm sie auch noch eine zweite Rolle. "Die Proben waren ganz schön zeitaufwendig und zum Teil auch ziemlich anstrengend", schildert Pia ihre Erfahrungen in Hannover. Seit März wurde geprobt, vor allem an den Wochenenden, weil die jungen Darsteller aus verschiedenen Städten Niedersachsens kamen. Später musste auch ein Teil der Sommerferien dafür geopfert werden. Zuletzt wurde täglich geübt.
Doch das machte Pia nichts aus: "Die Arbeit mit Kristo Sagor, der auch die Regie hatte, war einfach super. Es hat riesigen Spaß gemacht, und wir waren ein richtig gutes Team." Was die Gymnasiastin als sehr positiv empfand: "Wenn ich hier in Bad Pyrmont auf der Schulbühne spiele, sitzen im Publikum Freunde und Verwandte, von denen würde mich keiner wirklich kritisieren. Aber sich vor einem fremden Publikum beweisen, das ist schon eine Herausforderung. Andererseits schafft die Anonymität auch weniger Druck", so ihre Erfahrung. Und die Professionalität der Theaterarbeit habe sie in ihrem Entschluss bestärkt, diesen Weg für ihr weiteres Leben zu gehen.
Eine Aufführung des Stückes gibt es noch am 22. November im Ballhof l in Hannover. Karten unter der Telefonnummer 05117 99991111.
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