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Kinder und Jugendliche sind sogenannte ›Digital Natives‹, also eben mit digitalen Technologien aufgewachsen. Diese sind ein ganz selbstverständliches Element in dem Leben der Kinder und doch meint das Wort nicht, dass die Kinder und Jugendlichen nicht auf Herausforderungen im Netz stoßen. Genau hier kann Unterricht ansetzen: Ein Thema im siebten beziehungsweise achten Jahrgang in Kunst sind bewegte Bildmoment. Natürlich finden sich in der Kunstwelt wunderbare Filme, beispielsweise Klassiker von Alfred Hitchcock. Doch auch in der Lebenswelt der Kinder sind bewegte Bildmomente inzwischen nicht mehr wegzudenken – Reels oder Feeds auf TikTok. Hierbei stießen die Klassen dann schließlich auf sogenannte ›Product Placement‹. Hierbei handelt es sich um gezielte Integration von Markenprodukten im CreatorContent. Doch auch die klassische Werbung – zum Beispiel bei YouTube – prägt das Netz. Also war das Thema gefunden: Werbung, und zwar für die Schule. 
So forschten die Lernenden im Netz nach Merkmalen von Werbung und zugleich hielten sie nach Imagefilmen von anderen Schulen Ausschau. Es wurden die Besonderheiten unserer Schule diskutiert, darunter zum Beispiel die digitale Ausstattung oder das grüne Klassenzimmer, aber auch die Barrierefreiheit durch den Aufzug. Filmsprache wie Blenden oder Einstellungsgrößen wurde gepaukt. Auch rechtliche Gesichtspunkte wie der Datenschutz mussten besprochen werden.

Die Theorie stand und nun ging es ins Filmen. Gemeinsam in kleineren Teams wurden all die relevanten Elemente der Schule unter die Lupe genommen, sogar ganze Szenen wurden mit Statisten und Statistinnen inszeniert. So wurden Unterrichtsszenen oder auch Szenen aus der Pause gefilmt. Doch die zwei Klassen wollten mehr, nämlich Interviews mit dem Kollegium. Schließlich muss ein Imagefilm nicht nur einprägsam, sondern auch informativ sein. Folglich entwickelten die Lernenden ein Interviewkonzepte, darunter fielen logischerweise die Fragen, aber auch Gesichtspunkte wie die Szenengestaltung des Interviewortes. Mit reichlich Engagement wurden zehn Lehrkräfte interviewt. 


Nun war die letzte Klappe gefallen und es ging an das Erstellen der Filme. Hier taten sich noch einmal ganz andere Herausforderungen auf: Ton extrahieren oder doch lieber Musik unterlegen, schnelle Schnitte oder weiche Blenden, die passende Szene für den ›establishing shot‹ finden und zugleich noch passende Bauchbinden setzen.


Die zwölf Filme können sich dank des Engagements der Klassen sehen wirklich lassen. Der beispielhafte Film stammt von Levon, Rune, Moritz und Max aus der 8c.


Ein Dank von uns geht an die Lehrkräfte. So bekam das tolle Projekt der Kinder im Kollegium volle Unterstützung. Ein besonderer Dank gilt natürlich den interviewten Lehrkräften – Oliver Preuß, Vanessa Rinne, Thomas Groh, Hubertus Giefers, Andrea Weber, Kevin Filbert, Enrico Hildebrandt und Sandra Roesenberger. 


Vanessa Bross