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Bildungsbeitrag

„Die Biologie ist eine Naturwissenschaft, die sich mit den Lebewesen befasst. Sie beschreibt die verschiedenen Individuen und wie sie miteinander bzw. mit ihrer Umwelt interagieren. Die Biologie ist also die Lehre von allem, was in der Natur lebt und wächst“ (vgl. http://www.biologie-online.eu/).

„Der Beitrag der Biologie zur Welterschließung geht über die für alle Naturwissenschaften gültigen As-pekte der Scientific Literacy hinaus. Die Annäherung an das Phänomen des Lebendigen trägt wesentlich zum Selbstverständnis des Menschen als lebendiges Wesen und als Teil der lebendigen Natur bei. Das Verständnis der Vielfalt genetischer und modifikatorischer Faktoren, die individuelles Leben kennzeichnen, fördert die Wahrnehmung der eigenen Einmaligkeit wie auch die Achtung von anderen Lebewesen.

Mit dem zunehmenden Einsatz molekularbiologischer, biochemischer, physikalischer und informationstechnischer Methoden sind die Erkenntnisse in der Biologie erheblich angestiegen. Der Biologieunterricht muss dem Rechnung tragen, indem er den Schülerinnen und Schülern auf der Basis eines soliden Grundwissens gezielt Einblicke in Teildisziplinen wie zum Beispiel in die Genetik verschafft.

Das Wissen über die Biologie ist zum einen notwendig für den verantwortungsvollen Umgang mit sich und dem sozialen Umfeld. So eröffnet der Biologieunterricht den Schülerinnen und Schülern u. a. faszinierende Einblicke in Bau und Funktion des eigenen Körpers und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitserziehung.

Zum anderen ist auch Wissen unerlässlich, das den Aufbau eines strukturierten Verständnisses für biologische Phänomene erlaubt und im Wesentlichen auf grundlegenden biologischen Prinzipien sowie auf Kenntnissen und Methoden der Biologie und der anderen Naturwissenschaften fußt.

Der Biologieunterricht ermöglicht den Schülerinnen und Schülern die originale Begegnung mit der Natur. Sie verstehen die wechselseitige Abhängigkeit von Mensch und Umwelt und werden für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Natur sensibilisiert. Primäre Naturerfahrungen können einen wesentlichen Beitrag zur Wertschätzung und Erhaltung der biologischen Vielfalt leisten und die Bewertungskompetenz für ökologische, ökonomische und sozial tragfähige Entscheidungen anbahnen. Das Entstehen negativer Vorurteile kann korrigiert und ästhetisches Empfinden geweckt werden.

Die Erkenntnisse der Biowissenschaften führen zu Perspektiven und Anwendungen, die uns Menschen als Teil und als Gestalter der Natur betreffen. Zunehmend beeinflussen sie auch politische Entscheidungen und berühren und verändern damit die Fundamente des Wertesystems der Gesellschaft. Ein wesentliches Ziel des Biologieunterrichts ist es, den Schülerinnen und Schülern diese Erkenntnisse und Entwicklungen durchschaubar und verständlich zu machen und sie zur Teilhabe zu befähigen.

Der Unterricht im Fach Biologie trägt darüber hinaus dazu bei, den im Niedersächsischen Schulgesetz formulierten Bildungsauftrag umzusetzen, und thematisiert auch die Vielfalt sexueller Identitäten“ (Vgl. KC Naturwissenschaften).


Kompetenzen

Im Kerncurriculum der Biologie werden die Zielsetzungen des Bildungsbeitrages in Kompetenzen formuliert. Man unterscheidet dabei zwischen prozessbezogenen (Erkenntnisgewinnung, Kommunikation und Bewertung) und inhaltsbezogenen (Fachwissen) Kompetenzbereichen. In der folgenden Grafik werden die Zusammenhänge aufgezeigt:

DIAGRAMM

Die inhaltsbezogenen Kompetenzbereiche werden in der Biologie nach Basiskonzepten (siehe Kerncurriculum) gegliedert. Die Basiskonzepte sollen den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, in der „scheinbaren Unübersichtlichkeit biologischer Phänomene eine Struktur zu erkennen (…). Durch das Entdecken gleicher Erklärungsmuster an verschiedenen Phänomen (z.B. Oberflächenvergrößerung bei Wurzelhaaren und Lungenbläschen) erfolgt die vertikale Vernetzung von Themen, die zunächst zusammenhanglos erscheinen“ (Vgl. Kerncurriculum Niedersachsen).


Stündigkeit

Sekundarstufe I (5-10)

Jahrgang Inhalte Anzahl der Wochenstunden Eingeführte
Lehrwerke (Schulj.16/17)
5
  • Kennzeichen der Lebewesen
  • Haustiere - am Beispiel des Hundes
  • Tiere im Jahresverlauf
  • Pflanzen
2

Biologie Heute

5/6Schroedel

6
  • Wirbeltierklassen
  • Mensch – Bewegungsapparat
  • Sexualität des Menschen
1
7
  • Atmung des Menschen
  • Zellatmung
  • Blut- und Kreislaufsystem des Menschen
  • Ernährung und Verdauung
 1

Biologie Heute
7/8 Schroedel

 
8
  • Zellbiologie
  • Mikroskopie
  • Fotosynthese
  • Ökosystem Wald
 1
9
  • Auge und Gehirn
  • Immunbiologie
  • Sexualität und Hormone
  • Evolution
 2

Biologie Heute
9/10 Schroedel
(ab 08/2017)

10
  • Zellkern und Chromosomen
  • Gesetzmäßigkeiten der Vererbung
  • Vererbung beim Menschen
 1

 


Bewertungsmaßstäbe Sekundarstufe I:

Für die Leistungsbewertung im Fach Biologie sind die Mitarbeit im Unterricht und die Ergebnisse von Klassenarbeiten bzw. Klausuren heranzuziehen. Die Anteile der mündlichen und schriftlichen Leistungen an der Gesamtnote betragen jeweils 60 und 40 Prozent. Zur mündlichen Leistungsfeststellung können folgende Aspekte herangezogen werden:

Beiträge zum Unterrichtsgespräche

  • Hausaufgaben
  • Ergebnisse von Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit und deren Darstellung
  • Unterrichtsdokumentationen (z.B. Protokoll, Mappen-und Heftführung, Portfolio)
  • Präsentationen, auch mediengestützt (Referat, PowerPoint-Präsentationen, Plakat, Modell, Ausstellung)
  • Anwenden und Ausführen von fachspezifische Methoden und Arbeitsweisen (z.B. Mikroskopieren, Versuchsdurchführung)
  • Ergebnisse mündlicher Überprüfungen und kurzer schriftlicher Lernkontrollen (Tests)
  • Langzeitaufgaben und Lernwerkstattprojekte
  • Häusliche Vor- und Nachbereitung

In jedem Schulhalbjahr (5-9) wird eine schriftliche Leistungskontrolle geschrieben. Bei den materialgebundenen Aufgaben werden alle drei Anforderungsbereiche berücksichtigt. Die Erstellung der Arbeitsaufträge orientiert sich an den vorgegebenen Anforderungsbereichen und wird operationalisiert. (siehe Operatoren Naturwissenschaften)

Im Jahrgang 10 wird pro Schulhalbjahr jeweils eine zweistündige Arbeit (Klausur) geschrieben.


Sekundarstufe II

Biologie in der Kursstufe ist in allen vier Schwerpunkten eine mögliche Naturwissenschaft (im sprachlichen, im naturwissenschaftlichen, im gesellschaftswissenschaftlichen sowie im musisch-künstlerischen Schwerpunkt). Nur im naturwissenschaftlichen und gesellschaftswissenschaftlichen Schwerpunkt können Kurse auf erhöhtem Anforderungsniveau  (eA)  (P1, P2, P3)  mit 4 Wochenstunden angewählt werden, sonst kann man immer einen Kurs auf grundlegendem Anforderungsniveau (gA)  (P4, P5)  mit 4 Wochenstunden belegt werden.

Die Kompetenzen und Fachinhalte sind im Kerncurriculum für die Sekundarstufe II vorgegeben. Zusammen mit den Hinweisen (Internetseiten Kultusministerium) zur Abiturprüfung, welche für jeden Abiturjahrgang neu vom Kultusministerium festgelegt werden, wird ein Schulcurriculum erstellt und danach unterrichtet.

Mögliche Inhalte der Kursstufe

1. Semester
Thema: Gesundheit und Krankheit des Menschen

1. Sport und Energiestoffwechsel (Abbauender Stoffwechsel)
2. Genetik
3. Immunbiologie

2. Semester
Thema: Grundlegende Prinzipien von Ökosystemen

1. Grüne Pflanzen als Produzenten (Aufbauender Stoffwechsel)
2. Analyse eines schulnahen Ökosystems  See, Wald oder Fließgewässer

3. Semester
Thema: Evolution und Kommunikation im biologischen System:

1. Evolution der Wirbeltiere und des Menschen
2. Kommunikation in biologischen Systemen (Neurobiologie/Hormonstoffwechsel)

4. Semester
Thema: Vernetzung und Komplexität in der Biologie


Bewertungsmaßstäbe Sekundarstufe II:

Für die Leistungsbewertung in der Kursstufe sind die Mitarbeit im Unterricht und die Ergebnisse von Klausuren heranzuziehen. Bei einer Klausur pro Kurshalbjahr beträgt der Anteil der schriftlichen Leistung 40 Prozent und der Anteil der mündlichen Leistung 60 Prozent. Bei zwei Klausuren pro Kurshalbjahr betragen die Anteile jeweils 50 Prozent.

Bei der schriftlichen Leistungsfeststellung sollen die Schüler und Schülerinnen schrittweise an das in den EPA formulierte Niveau der Abiturklausuren herangeführt werden. Die Klausuren sind materialgebunden und sind so konzipiert, dass die im Unterricht vermittelten Kompetenzen überprüft und die drei Anforderungsbereiche mit den entsprechenden Operatoren angemessen berücksichtigt werden.

Bei der schriftlichen Leistungsfeststellung unter Abiturbedingungen werden den Lernenden zwei Klausurvorschläge zur Auswahl gestellt. Diese geht mit einem Anteil von 50 Prozent in die Gesamtnote ein.

Zur mündlichen Leistungsfeststellung können folgende Aspekte herangezogen werden:

  • Mitarbeit im Unterricht
  • Erheben relevanter Daten (z.B. Informationen sichten, gliedern und bewerten)
  • Ergebnisse von Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit und deren Darstellung
  • Unterrichtsdokumentationen (z.B. Protokoll, Mappen-und Heftführung, Portfolio)
  • Präsentationen, auch mediengestützt (Referat, PowerPoint-Präsentationen, Plakat, Modell, Ausstellung)
  • verantwortungsbewusste Zusammenarbeit im Team (z.B. Planen, strukturieren, reflektieren, präsentieren)
  • Umgang mit Medien und anderen fachspezifischen Hilfsmitteln
  • Anwenden und Ausführen von fachspezifische Methoden und Arbeitsweisen (z.B. Mikroskopieren, Versuchsdurchführung, Untersuchungen)
  • Ergebnisse mündlicher Überprüfungen und kurzer schriftlicher Lernkontrollen (Tests)
  • häusliche Vor- und Nachbereitung

Fachgruppe

Lehrerinnen und Lehrer:

Denise Böker (Bi/Sp)

Frederike Mewes (Bi/Sp)

Sandra Nemitz (Bi/Ek)

Sandra Nipper (Bi/Ma)

Vanessa Rinne (Bi/Ch)

Bianca Schaarschmidt (Bi/Re)

Helene von der Embse (Bi/Ku)

Jessica Oberheide (Bi/De
stellvertretene Fachobfrau)

Andrea Weber (Bi/Ek – Fachobfrau)

Laura Wyludda (Bi/En)

Sven-Olav Benkhardt (Bi/Ma)

Thomas Clavey (Bi/Ch)

Thomas Groh (Bi/Ch)

Jens Luker (Bi/La)

Sören Petersen (Bi/Ph)

 

Wir unterrichten momentan in drei gut ausgestatteten Fachräumen, welche auf die verschiedenen Arbeitsweisen und Methoden der Biologie ausgerichtet sind.


Exkursionen und Erfolge

Xlab Göttingen

Seit 2014 nehmen unsere Schülerinnen und Schüler des 12 Jahrgangs regelmäßig an einem Labortag im XLAB in Göttingen eil. Dort werden verschiedene Kurse in den Fächern Biologie, Chemie und Physik angeboten, die je nach Interesse und mit Blick auf die Abiturvorbereitung von Schülerinnen und Schülern selbst im Vorfeld ausgewählt werden können.

Labortag März 2016


Wettbewerbe/Projekte

In der Biologie haben die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeiten ihre naturwissenschaftlichen Fähigkeiten auszutesten, indem sie an verschiedenen Wettbewerben oder Projekten teilnehmen können, z.B.

  • Bei „Jugend forscht“
  • Bei der „Biologieolympiade“
  • Beim „Bundesumweltwettbewerb“

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