Am Donnerstag, den 30.11.2017, hat die QII des Humboldt-Gymnasiums eine Exkursion nach Göttingen unternommen, wo die Schüler in den Schülerlaboren XLAB (naturwissenschaftlich) und YLAB (geisteswissenschaftlich) Unikurse zu verschiedenen Fachgebieten belegt haben.

Im Folgenden finden sich zwei Berichte mit Bildern über die Seminare in den Fächern Deutsch und Geschichte.

 

 Einblick in das Germanistik-Studium

Am 30.11.2017 setzten sich Schülerinnen und Schüler der QII einen ganzen Tag lang unter der kompetenten Leitung einer Germanistik- Studentin  mit romantischer Lyrik und der Methode der Gedichtinterpretation  auseinander. Unter dem spannenden Titel des Workshops "Zwischen Wünschelrute und Avatar" konnten die zukünftigen Abiturienten ihr Wissen vertiefen und gleichzeitig Uni-Luft schnuppern.

 

Ein Workshop zum kulturgeschichtlichen Thema "Was ist Deutsch?"

Die Leistungskurse Geschichte der Q2 befassten sich unter dem Themenkomplex „Was ist deutsch? Nationale Identität im 19. und 20. Jahrhundert“ mit Veränderungen des deutschen Selbstverständnisses damals und heute. Nach anfänglichen Debatten darüber, was wir eigentlich mit den Deutschen in Verbindung bringen, Döner oder Bretzel als bevorzugtes ‚Hauptnahrungsmittel‘ (?!), forschten die Schülerinnen und Schüler mithilfe von Primär- und Sekundärquellen sowie dem Internet an selbst gewählten Themen. Dabei stand die Definition von Deutsch und Nicht-Deutsch in den Quellen mit anschließender Stellungnahme im Fokus. Demnach wurden folgende Themen unter die Lupe genommen: die Volksgemeinschaft als ideologischer Begriff im NS, Neonazismus in den 1990er Jahren, Deutschrap und Deutschpop am Beispiel von „Fler“  und „Mia“ Anfang der 2000er, Flüchtlingskrise und Islamdebatte am Beispiel der „Identitären Bewegungen“, „Deutschland schwarz-weiß“ als Beispiel für die Diskriminierung von Afroamerikanern und zuletzt die deutsche Leitkultur anhand der kürzlich aufgestellten zehn Thesen von Innenminister Thomas de Maizière.

Als Fazit stellten die Schülerinnen und Schüler heraus, dass sich das deutsche Selbstverständnis stark gewandelt hat und das multikulturelle Leben das Miteinander in Deutschland vorrangig bestimmt und es „die“ Nationalzugehörigkeit zu dem „einen“ Deutschen nicht gebe. In Anknüpfung an die drei wissenschaftlichen Richtungen des Subjektivismus, Objektivismus und Dekonstruktivismus, die jeweils auch von drei unterschiedlichen Ansätzen ausgehen, wurde der Workshop mit Humphrey Bogarts Antwort in „Casablanca“ auf die Frage, welcher Nation er denn angehöre, und er diese mit „Ich bin Trinker.“ beantwortete, geschlossen.

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